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Nach den sehr erfolgreichen Veranstaltungen am Slovakiaring und am Red Bull Ring war die Freude auf die Heimpremiere am Salzburgring sehr groß. Aufgrund des Gastspiels des ADAC GT Masters Anfang September mussten wir das Histo-Cup-Rennwochenende diesmal etwas später veranstalten. Leider sind dieses Jahr nur 165 Teams nach Salzburg gekommen. Das Kaiserwetter mit Temperaturen von rund 25 Grad war perfekt für Fahrer und Motoren. 

Am Donnerstagabend waren schon fast alle Teams vor Ort, um am Freitag die Testmöglichkeiten zu nutzen. Am Samstag folgten die ersten Qualifyings und nach der Mittagspause die ersten Rennen. Nachfolgend die kurzen Rennberichte der einzelnen Serien.

Histo Cup Tourenwagen und GT sowie Porsche Classic Cup

Der Deutsche Walter Hoffmann gewann das erste Rennen der Historischen mit seinem McLaren CanAm vor dem Salzburger Paul Koppenwallner im Lola T70 und dem Deutschen Sascha Mitic im Porsche 964RSR, der damit auch die Kategorie des Porsche Classic Cups gewann. Dritter bei den Sportwagen wurde Werner Federer, ebenfalls mit einem McLaren Can Am. Sieger bei den STW-Tourenwagen wurde als Gesamtfünfter des Rennens der Salzburger Routinier Michael Steffny mit seinem BMW 320 Gruppe 5 vor dem Deutschen Markus Kalkert und dem Wiener Stefan Fuhrmann, beide BMW 325. Schnellster Anhang-K-Pilot bei den Tourenwagen wurde der Deutsche Ulrich Klösser, Ford Escort BDA vor dem Niederösterreicher Michael März im BMW 2002 und dem Münchner Michael Baltes im Fiat 131 Abarth. Der Anhang-K-Favorit David Becvar aus Tschechien musste mit seinem Ford Sierra Cosworth Mitte des Rennens wegen eines technischen Defekts aufgeben, Grund für den Ausfall war ein gerissener Turboschlauch.

Das zweite Rennen der historischen Fahrzeuge gewann wieder Walter Hoffmann, diesmal vor Sebastian Koppenwallner und Werner Federer. Das war auch zugleich das Ergebnis der Sportwagen. Der Tscheche David Becvar gewann als Vierter des Rennens die Anhang-K-Wertung mit seinem Ford Sierra Cosworth vor Michael Mäerz im BMW 2002 und Ulrich Klösser im Ford Escort BDA. Die Wertung der Spezialtourenwagen (STW) gewann Markus Kalkert vor Dominik Lehner, Alfa 155 und Gabriel Scherdi BMW 320 IS-16V.

BMW 325 Challenge und Mini Cooper Cup

Wie immer wurde das erste Rennen der historischen Markenpokale mit Spannung erwartet. Polesetter war der Salzburger Luca Rettenbacher, gefolgt von Patrick und Gerhard Weiss. Zwischen Luca Rettenbacher und Patrick Weiss entwickelte sich ein toller Zweikampf, die Führung wechselte mehrmals, letztlich konnte Patrick Weiss das Rennen gewinnen vor Luca Rettenbacher und Gerhard Weiss, der damit auch die Silver-Cup-Wertung der älteren Piloten gewann. Dominik Ségur-Cabanac platzierte sich als Dritter bei den Challenge Piloten. Zweiter der Silver-Cup-Wertung wurde der Tiroler Richard Prethaler vor dem Grazer Harald Schneller. Die heuer neu eingeführte STW-Wertung (älteres technisches Reglement) gewann der Deutsche Oliver Parg vor dem Oberösterreicher Markus Landlinger und dem Salzburger Markus Weiss.

Die Mini-Cooper-Cup-Wertung gewann der Deutsche Thomas Eismann, Mini R56 Pro vor den R56-Piloten Philipp Kluckner, Elias Erbschwendtner und Matthias Reiner-Pranter, alle aus Tirol.

Polesetter im zweiten Rennen war Gerhard Weiss vor seinem Sohn Patrick und Luca Rettenbacher. Diese drei Herrschaften bestimmten anfangs auch das Renngeschehen. Luca Rettenbacher fiel mit Getriebeproblemen zurück. Dominik Ségur-Cabanac und Richard Prethaler gerieten beim Kampf um die fünfte Position aneinander, Prethaler musste ins Kiesbett ausweichen und riss sich eine Ölleitung auf. Das führte zu einer Ölspur und zum Rennabbruch.

Sieger wurde Gerhard Weiss vor Patrick und Luca Rettenbacher. Dritter der Challenge Wertung wurde Christian Papai vor Christopher Behensky und Dominik Ségur-Cabanac. Zweiter der Silver-Cup-Wertung wurde hinter Gerhard Weiss Richard Prethaler vor Harald Schneller.

Der junge Tiroler Elias Erbschwendtner gewann das zweite Rennen des Mini Cooper Cups vor dem Deutschen David Baltes und Matthias Reiner-Prantner, alle Mini Cooper JCW R56.  

Young Timer und Touring Car Open bis 2500 ccm

Das gut besetzte erste Rennen der kleineren Young Timer gewann der Niederösterreicher Dominik Klima mit seinem Honda Integra vor dem Deutschen Toni Kraus, VW Golf GTI und dem Oberösterreicher Bernhard Penc, BMW 323TI. Vierter wurde der Deutsche Helmut Landherr, Renault Clio vor Johannes Maderthaner, Mitsubishi Colt. 

Die Kategorie des Mazda MX-5 Cups gewann der Slowake Viliam Musitz vor seinem Landsmann Darhomir Osvald und dem Oberösterreicher Dominik Rameder.

Die Kategorie der Pfister-Chevrolet-Cruze-Piloten gewann Kenan Hasic aus Oberösterreich vor Robin Renz und Thomas Dellmuth, beide aus Deutschland 

Der Niederösterreicher Dominik Klima gewann auch das zweite Rennen, diesmal vor Bernhard Penc, BMW und dem Deutschen Helmut Landherr, Renault Clio. Der Deutsche Werner Härtl wurde mit seinem VW Golf GTI vierter vor Johannes Maderthaner, Mitsubishi Colt.

Die Mazda-MX-5-Wertung gewann wieder Viliam Musitz vor Drahomir Osvald und Dominik Rameder. Die Pfister-Chevrolet-Cruze-Wertung holte sich wieder Kenan Hasic, gefolgt von Robin Renz und Michael Piontek, alle Chevrolet Cruze. 

Young Timer und Touring Car Open über 2500 ccm

Das erste Rennen der großen Young Timer gewann der Oberösterreicher Christoph Gürtler, BMW E30 V8 vor seinem Landsmann Lothar Oberlaber, Porsche Kremer K3 und dem Deutschen Toni Stoiber, Porsche GT3. Die Klasse bis 3000 ccm gewann Andreas Rehwald, BMW M3 E36 vor Florian Ritt, Aude A4 und dem Tschechen Miroslav Svec, BMW M3 E36. In der Klasse bis 4000 ccm platzierte sich hinter Stoiber der Deutsche Wolfgang Bentsch und der Salzburger Norbert Greger, alle Porsche GT3. 

Der Schweizer Alfons Riedweg gewann mit dem Chevrolet Corvette das zweite Rennen vor den Porschepiloten Toni Stoiber, Boris Hartl und Norbert Greger. Der Sieger vom Samstag, Christoph Gürtler schied nach einem Ausritt aus. Andreas Rehwald gewann wieder die Klasse bis 3000ccm vor Florian Rott und Johannes Seibold, BMW M3 E36. Hinter dem Sieger, Riedweg, platzierte sich Michael Drs, Chevrolet als Zweiter in der Klasse über 4000ccm.

Formel Historic

Der Tiroler Josef Neuhauser gewann mit seinem Dallara F3 das erste Rennen vor Norbert Raschhofer, Sports 2000 und Roman Pöllinger, Dallara F3.

Josef Neuhauser wollte es in der sechsten Runde des zweiten Rennens noch einmal genau wissen. Auf der Jagd nach einer persönlichen Bestzeit flog in der Fahrerlagerkurve böse ab. Es ist aber nichts passiert. Durch den Unfall wurde das Rennen abgebrochen und die Runde davor gewertet. Daher gewann er trotzdem das Rennen vor dem Deutschen Gerhard Müller, Dallara F3 und Peter Bogner, Lola T590. 

Formel Young

Die Die Formel Young absolviert gemäß Reglement drei Rennen am Wochenende. Das erste Rennen gewann der Tiroler Hannes Neuhauser, Dallara F3 vor Sarène Ziffel, FR 2.0 aus Frankreich und Mario Huber, Dallara F3 aus Oberösterreich.
Hinter Ziffel platzierten sich Jürgen Berger vor Alexander Fritz, beide aus Niederösterreich.  

Das zweite Rennen gewann ebenfalls Hannes Neuhauser vor dem Franzosen Sarène Ziffel und dem Salzburger Alexander Geier gefolgt von vor Alexander Fritz und Jürgen Berger, alle Formel Renault 2.0. Roman Pöllinger wurde Dritter der Formel 3 Wertung. Der Oberösterreicher Mario Huber fiel mit Motorschaden aus.

Das dritte Rennen gewann noch einmal der Tiroler Hannes Neuhauser, diesmal vor Alexander Geier, Jürgen Berger und Alexander Fritz, alle Formel Renault 2.0. Hinter Neuhauser platzierte sich Michael Aberer an der zweiten Stelle der Formel 3.

Austrian GT

Mit Spannung wurde das erste Rennen der Austrian GT erwartet, die mit 23 Fahrzeugen sehr gut besetzt war. Das erste Rennen gewann der Lungauer Reini Sampl, KTM GTX vor dem Schweizer Robert Brändli, Chevrolet Blais Camaro und dem schnellsten Porschepiloten Stefan Ertl gefolgt von Oliver Michael, beide Porsche 992 GT3 und Maximilian Ertl, Porsche 991.2. Die Kategorie die älteren 997.2 und 991.1 Porsche GT3 Fahrzeuge gewann Rehan Khan, Porsche 991 vor Herbert Karrer, Porsche 997.2 und Sven Pott, Porsche 991.1. Die GT4-Wertung holte sich der Kroate Franjo Kovac, Mercedes AMG GT4 vor Mario Eckl und Alexander Grasmann, beide Porsche Cayman GT4.

Das zweite Rennen war fast ein Spiegelbild des ersten Rennens. Der Salzburger Reini Sampl gewann diesmal vor den Porschepiloten Stefan Ertl, Oliver Michael und Maximilian Ertl. Nur der gestrige Zweite Robert Brändli kämpfte mit Reifenproblemen und wurde nur Fünfter. Rehan Khan gewann wieder die Wertung der Kategorie der älteren Fahrzeuge vor Herbert Karrer und Enno Uphoff. Die GT4-Wertung gewann noch einmal Franjo Kovac, diesmal vor Reinhardt Gfatterhofer, Audi R8 und Komron Shepherd, Porsche Cayman GT4. 

RAVENOL Endurance Race

Stefan und Maximilian Ertl gewannen das Endurance Race vor Gerald Hofer, Porsche 992 und dem Team Gantner-Galas, Porsche 991.2. Sven Pott/Michael Ortner gewannen die Klasse K2 vor Enno Uphoff, beide Porsche GT3. Die GT4-Wertung holten sich Das Team Liebenwein-Gfatterhofer, Audi R8 vor Mario Eckl und dem Team Shepherd-Grassmann, beide Porsche Cayman GT4. Die TCO-Wertung gewann das Team Baltes, Mini Cooper vor dem Team Landherr-Feiss, Renault Clio und dem Team Eismann-Kalkert, Mini und BMW.

Vater Gerhard und Sohn Patrick Weiss gewannen die BMW Challenge Klasse vor dem Team Papai-Weichenberger und dem Team Behensky-Prethaler, alle BMW 325 Challenge.

Classica Trophy

Die mit 28 Startern sehr gut besetzte Kategorie der Classica Trophy hatte wieder drei Wertungsläufe zu absolvieren. In der Klasse der Solofahrer gab es einen tollen Sieg von Manfred Engl, Alfa Romeo Spider bei seinem Comeback. Zweiter wurde Herbert Zetka, Chevrolet Corvette C6 vor Johannes Kraft, BMW 325 Touring. 
Die Klasse der Teamfahrer gewann die Seriensieger Herbert Margreiter-Konnie Aistleitner, Elfa Courier vor dem Team Jauch-Maier, Opel Ascona und dem Team Hechenleitner-Huber, BMW 325 E36. 

Die Digitalwertung gewannen Stefan und Werner Riedler vor Niki Horvath, beide Porsche 911 und Manfred Schiedauf, VW Golf.

Rennleiter Rainer Werner beendete die Veranstaltung pünktlich um 18:00 Uhr. Es war ein ganz tolles Rennwochenende mit viel Action und perfekten Wetterbedingungen in Salzburg. 

Das letzte Histo Cup Rennen, somit das Finale der Saison 2026, steigt am Hungaroring bei Budapest zusammen mit der Porsche Sprint Challenge von Lechner Motorsport. 

Histo Cup Presse / M. Steffny