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9.–11. Oktober 2026 | Ungarn

Wie schnell eine Motorsportsaison doch zu Ende geht! Dank der Kooperation mit der Porsche Sprint Challenge Central Europe konnte der Histo Cup wieder auf dem modernisierten Hungaroring an den Start gehen. Rund 170 Teilnehmer waren beim letzten Saisonlauf des Jahres 2026 mit dabei.

Bereits die Anreise stellte einige Teams vor Herausforderungen: Eine Baustelle rund 45 Kilometer vor der Abzweigung Richtung Budapest sorgte bei vielen für Verzögerungen von etwa zwei Stunden. Im Fahrerlager waren die Strapazen jedoch rasch vergessen. Die Begeisterung für den Rennsport, das Staunen über die neue Boxenanlage und die fahrerisch sehr anspruchsvolle Strecke prägten das Wochenende gleichermaßen.

Der Freitag stand ganz im Zeichen ausgiebiger Testfahrten. Am Samstag folgten zunächst die Qualifyings, ehe am Nachmittag die ersten Rennen gestartet wurden. Aufgrund der Kooperation mit der Porsche Sprint Challenge stand jeder Serie nur ein Qualifying zur Verfügung. Deshalb war der Ablauf am Sonntag etwas anders: Einige Serien hatten bereits am Samstag ein Rennen absolviert, andere bestritten am Sonntag beide Läufe.

RAVENOL 1-Stunden-Endurance-Race

Der Start zum letzten Langstreckenrennen der Saison 2026 erfolgte am Samstag, etwas verspätet, um 17 Uhr. An der Spitze entwickelte sich sofort ein packender Kampf zwischen dem ebcont-Piloten Dieter Svepes, den Deutschen Stefan und Lukas Ertl sowie den Österreichern Kevin Raith und Peter Eibisberger – alle auf Porsche 992 GT3. Svepes setzte sich schließlich souverän durch und gewann vor den beiden anderen Teams.

Die Young-Timer-Klasse bis 2.500 ccm entschied das Kärntner Duo Martin und Niklas Sahl im Nissan Primera für sich. In der stark besetzten BMW 325 Challenge siegten die Brüder Alexis und Lando Graf von Wedel vor Christopher Behensky/Richard Prethaler und Oliver Parg/Karlheinz Ruhrberg. Alle drei Teams waren mit einem BMW 325i unterwegs.

Somit gewinnen das Team Stefan und Lukas Ertl und das Team Weissenlehner/Karrer/Svepes ex aequo die Jahreswertung des RAVENOL 1-Stunden-Endurance-Race 2026.

Young Timer

Das mit 37 Fahrzeugen stark besetzte Young-Timer-Feld wurde im ersten Rennen zunächst vom Salzburger Norbert Greger angeführt. Ein Getriebeschaden warf ihn jedoch zurück. Dadurch konnte der Deutsche Andreas Rehwald das Rennen mit seinem BMW M3 E36 gewinnen. Auf den weiteren Plätzen folgten sein Landsmann Boris Hartl im Porsche 997 GT3 und der Schweizer Alfons Riedweg in einer Chevrolet Corvette.

In der Young-Timer-Klasse bis 2.500 ccm siegte der Oberösterreicher Bernhard Penc vor dem Niederösterreicher Dominik Klima im Honda Integra. In der Mazda-MX-5-Klasse setzte sich Lokalmatador György Makai vor Peter Nemsila und Viliam Musitz durch.

Das zweite Rennen fand unter schwierigen Streckenbedingungen statt. Der Deutsche Boris Hartl gewann im Porsche vor dem schnellsten TCO-Piloten Andreas Schänzer im VW Golf TCR. Martin Sahl im 2-Liter-Nissan Primera belegte sensationell den zweiten Platz, gefolgt von Wolfgang Bensch im Porsche 997 GT3.

Die Klasse bis 2.000 ccm gewann Manuel Reitberger im Ford Focus vor Marko Pirman und Lovro Rakovic, beide auf Peugeot 206. Dominik Klima revanchierte sich in der Klasse bis 2.500 ccm mit einem Sieg vor Bernhard Penc im BMW 323ti. Der Sieger des ersten Rennens, Andreas Rehwald, schied in der letzten Runde mit einem gebrochenen Querlenker aus, konnte jedoch zum fünften Mal die Young-Timer-Gesamtwertung für sich entscheiden.

Auch das zweite Rennen des Mazda-MX-5-Cups gewann der Ungar György Makai. Peter Nemsila und Viliam Musitz komplettierten das Podium.

Formel Historic

Josef Neuhauser dominierte das erste Rennen der Formel Historic trotz eines Drehers. Pech hatte Peter Peckary: Er konnte dem Tiroler zwar ausweichen, doch sein Motor ließ sich anschließend nicht mehr starten. Zweiter wurde der Deutsche Thilo Krichbaum vor dem Niederösterreicher Georg Panzenböck; alle drei fuhren Dallara-Formel-3-Fahrzeuge.

Schnellster Sportwagenfahrer war Norbert Raschhofer in einem Sports 2000 vor Ingo Strolz im Lola T70 und Peter Bogner im Lola T590. Die Division-1-Wertung gewann der Schwede Peter Sikström vor Franz Zierhofer im Formel Ford und Bernhard Zimmermann im Kaimann Formel Vau.

Auch das zweite Rennen gewann der Tiroler Josef Neuhauser, diesmal knapp vor dem Niederösterreicher Peter Peckary und dem Deutschen Thilo Krichbaum, alle im Dallara Formel 3. Peter Sikström entschied erneut die Formel-Ford-Wertung vor Franz Zierhofer für sich. Robert Waschak gewann die Division 2 vor Franz Altmann; beide fuhren Renault Swift. Evita Stadler siegte in der Division 3.

Die Division 5 gewann der Burgenländer Roman Pöllinger im Reynard-BMW vor Markus Bogner im Lola T590 und Norbert Raschhofer im Sports 2000.

Josef Neuhauser aus Tirol entschied somit die Jahreswertung der Formel Historic für sich.

Formel Young

Das erste Rennen der Formel Young gewann der Niederösterreicher Nikolay Takev vor seinem Landsmann Dominic Makolm, beide im Dallara Formel 3. Dritter wurde Michael Fischer, der damit zugleich die Periode 2 der Formel Renault 2.0 vor seinem Bruder Markus gewann. Alexander Fritz belegte Rang drei in dieser Wertung. Die ältere Periode 1 der Formel Renault entschied der Steirer Leopold Matouschek vor Christoph Titz für sich.

Im zweiten Rennen setzte sich Dominic Makolm im Dallara F3 knapp vor Michael Fischer im Formel Renault 2.0 und Nikolay Takev im Dallara F3 durch. In der Periode 2 der Formel Renault 2.0 wurde der Salzburger Alexander Geier hinter Sieger Michael Fischer Zweiter, gefolgt von Christopher Oslanec. Die Wertung der älteren Periode 1 gewann erneut Leopold Matouschek vor Alfred Buschek und Christoph Titz. Die Formel-4-Wertung gewann Beni Gaspar vor Patrik Lipovics und Mate Kocsis – alle drei aus Ungarn.

Alexander Fritz gewinnt damit zum ersten Mal die Jahreswertung der Formel Young.

Historische Tourenwagen, Anhang K, STW und Porsche Cup

Das mit 30 Fahrzeugen gut besetzte erste Rennen der Historischen gewann Sportwagenfahrer Werner Federer im Can-Am-McLaren. Schnellster Tourenwagenfahrer und damit Gesamtsieger in dieser Wertung wurde der Tscheche David Becvar im Ford Sierra Cosworth. Es folgten der Schweizer Samuel Benz im TVR und der Salzburger Tobias Weichenberger im BMW 325i.

Den Porsche Classic Cup gewann der Steirer Toni Zisser im Porsche 944 vor Peter Hollerer und Gerhard Bruckmüller. Der Favorit unter den Porsche-Piloten, Sascha Mitic, musste wegen eines Getriebeschadens aufgeben.

Der Tscheche David Becvar gewann mit seinem Ford Sierra Cosworth das zweite Rennen der Historischen Tourenwagen vor dem Schweizer Samuel Benz im TVR und dem Deutschen Marcus Kalkert im BMW 325i. Schnellster 2-Liter-Pilot wurde der Niederösterreicher Michael März als Gesamtvierter des Rennens, gefolgt von Markus Lipp im Alfa Romeo GTV und Markus Mair im Alfa Romeo GTAm. Die STW-Klasse bis 1.600 ccm gewann Martin Leodolter im Toyota MR2. Hinter dem STW-Gesamtsieger Kalkert platzierten sich Natalie Weichenberger und Klaus Holzinger, alle im BMW 325i in der Klasse bis 3.000 ccm. Samuel Benz gewann die STW-Klasse über 4.000 ccm vor René Wagner im MG V8 und Tina Jentzsch in der Chevrolet Corvette.

Michael März gewinnt damit zum zweiten Mal in Folge die Jahreswertung der Anhang-K-Piloten und ist somit zweimaliger Preisträger der Goldenen Ananas. Sascha Mitic ist wiederholter Gesamtsieger des Porsche Classic Cups und Marcus Kalkert aus Bayern gewinnt die Gesamtwertung der Spezialtourenwagen.

BMW 325 Challenge

Vor dem ersten Rennen herrschte große Hektik: In der Nacht hatte es kräftig geregnet, zudem war die Temperatur deutlich gefallen. Schließlich entschieden sich alle Fahrer für Regenreifen – die richtige Wahl. Alexis und Lando von Wedel spielten ihre Erfahrung vom Nürburgring und aus Spa-Francorchamps voll aus und gewannen das Rennen in überlegener Manier.

Der Tiroler Richard Prethaler wurde Dritter. In einem packenden Kampf setzte er sich gegen Luca Rettenbacher, Gerhard Weiss, Kevin Speigner und Dietmar Lackinger durch. Prethaler gewann damit auch den Silver Cup vor Gerhard Weiss und Harald Schneller.

Die STW-Wertung sicherte sich Christoph Schmitzberger vor Markus Weiss und Markus Reitbauer. Pech hatte Dominic Ségur-Cabanac, der in der letzten Runde mit einem defekten Wasserschlauch liegen blieb. Christian Graf von Wedel schied nach einer Kollision mit Walter Braunstein aus. Der Deutsche Thomas Eismann gewann die Wertung des Mini-Cooper-Cups.

Das zweite Rennen bildete bei Sonnenschein einen würdigen Saisonabschluss. Luca Rettenbacher aus Salzburg siegte vor seinem Landsmann Kevin Speigner und dem amtierenden Meister des Jahres 2025, Alexis Graf von Wedel. Den Silver Cup gewann der Tiroler Richard Prethaler vor Harald Schneller aus Graz und Christian Graf von Wedel aus Deutschland.

Auch in der STW-Wertung fiel die Entscheidung im letzten Saisonrennen: Christoph Schmitzberger aus Salzburg gewann vor Markus Reitbauer und Markus Weiss.

Gesamtsieger der BMW-Piloten im Jahr 2026 ist somit Patrick Weiss aus Thalgau. Sein Vater Gerhard Weiss gewann den Silver Cup und wurde Gesamtzweiter. Um das Trio zu komplettieren, entscheidet Markus Weiss die BMW-STW-Wertung für sich!

Austrian GT

Im Qualifying kam es zu einem schweren Unfall des Salzburgers Reini Sampl. Nach einem technischen Defekt an der Radaufhängung schlug sein KTM in die Boxenmauer ein. Sampl erlitt mehrere Knochenbrüche und leichte innere Verletzungen. Er befand sich anschließend im Krankenhaus, war dort nach den vorliegenden Informationen aber bereits wieder guter Dinge und blickt der nächsten Saison entgegen.

Das traditionell stark besetzte Feld der Austrian GT bot erneut spektakulären Motorsport. Nasse Streckenbedingungen im ersten Rennen, zwei Einführungsrunden und eine lange Safety-Car-Phase prägten das Rennen. Stefan Ertl gewann vor Oliver Michael und Franz Lahmer; alle drei fuhren Porsche 992 GT3.

Herbert Karrer wurde Vierter und gewann damit zugleich die Gruppe der Porsche 997.2 und 991.1. Rehan Khan belegte in dieser Kategorie Rang zwei vor Karl Liebenwein; beide waren mit Porsche 991.1 GT3 unterwegs. Die Klasse der frühen Porsche 997 gewann Klaus Schneeberger. In der GT4-Wertung siegte Werner Panhauser im McLaren vor Reinhardt Gfatterhofer im Audi R8 und Franjo Kovac im Mercedes-AMG.

Das letzte Saisonrennen 2026 bestritten die Austrian GT. Stefan Ertl gewann vor dem Niederösterreicher Oliver Michael – beide auf Porsche 992 GT3 – und dem stark fahrenden Leo Willert im McLaren GT4. Rupert Weissenlehner wurde hinter Oliver Michael Dritter in der Kategorie 992.

Die Kategorie der frühen Porsche 991 und 997 gewann Rehan Khan im Porsche 991 vor Herbert Karrer im Porsche 997 und Karl Liebenwein im Porsche 991. In der GT4-Wertung belegte der Däne Mathias Kjellerup im Porsche Cayman GT4 hinter Sieger Leo Willert den zweiten Platz. Dritter wurde der Kroate Franjo Kovac im Mercedes-AMG GT4.

Herbert Karrer gewinnt somit die Austrian GT und ist erster österreichischer Staatsmeister der Tourenwagen.

Classica Trophy

Die erneut stark besetzte Classica Trophy absolvierte zwei Wertungsläufe in drei Kategorien.

Bei den Solofahrern setzte sich der Salzburger Manfred Engl im Alfa Romeo Spider durch. Er gewann vor dem Vorarlberger Gerhard Knecht im BMW 320 und dem Salzburger Franz Wetzelmaier im BMW 535i.

Die Teamwertung entschieden Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner im Alfa Romeo Spider für sich. Auf den weiteren Plätzen folgten das Team Jauch/Maier im Opel und das Team Rudolph/Shari in der AC Cobra.

In der digitalen Wertung siegten Stefan und Werner Riedler im Porsche 911 vor Niki Horvath, ebenfalls im Porsche 911, und Manfred Schiedauf im VW Golf.

In der Gesamtwertung siegten Martin Tischer in der Solowertung, Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner in der Teamwertung sowie Stefan und Werner Riedler in der Digitalwertung.

Gelungenes Saisonfinale

Pünktlich um 16.20 Uhr beendete Rennleiter Rainer Werner ein rundum gelungenes Histo-Cup-Finale am Hungaroring. Bei herbstlichen Wetterbedingungen, spannenden Rennen und hervorragender Atmosphäre präsentierte sich der Histo Cup einmal mehr von seiner besten Seite.

Die Jahressiegerehrung findet am 28. November 2026 im Rathauskeller in Wien statt.

Histo Cup Presse – Michael Steffny – 11. Oktober 2026

Bilder vom Saisonfinale

Fotos: Pether Nemeth