Heiße Rennen beim Sunset Race am Slovakiaring
Trotz hochsommerlicher Temperaturen machten sich mehr als 130 Teams auf den Weg zum Slovakiaring. Vor Ort stellte sich die Hitze dann doch als einigermaßen erträglich heraus – und so herrschte im Fahrerlager von Beginn an ausgezeichnete Stimmung.
Nach den zahlreichen Testfahrten am Freitag richtete sich die Aufmerksamkeit bereits gespannt auf die ersten Rennentscheidungen. Traditionsgemäß stand noch am Freitagabend das RAVENOL Endurance Race auf dem Programm, das mit seinem Zieleinlauf in der Abendstimmung seinem Namen „Sunset Race“ einmal mehr alle Ehre machte.
Auch abseits der Rennstrecke gab es Grund zum Feiern: Fahrerlagerchef Michel Purkhart beging seinen 60. Geburtstag und wurde von der Histo-Cup-Familie entsprechend hochleben gelassen.

RAVENOL Endurance Race
Einen packenden Kampf um den Gesamtsieg lieferten sich beim RAVENOL Endurance Race gleich mehrere Porsche-Teams. Am Ende setzte sich das deutsche Vater-Sohn-Duo Stefan und Lukas Ertl durch. Die beiden gewannen das Sunset Race nach einem sehenswerten Duell mit dem ebcont-Team Herbert Karrer/Dieter Svepes sowie dem Elfer Motorhome Team Höfler/Eibisberger – alle auf Porsche 992 GT3.

Reinhardt Gfatterhofer und Karl Liebenwein entschieden die GT4-Wertung für sich. In der TCO-Kategorie siegten Gregor Schneider und Komron Shepherd vor Thomas Eismann und Markus Kalkert.

Auch in der BMW Challenge blieb der Erfolg in der Familie: Vater Gerhard und Sohn Patrick gewannen die Wertung vor Vater und Sohn Stefan Fuhrmann.



Austrian GT
Am Samstag eröffneten die „großen Brummer“ das Rennprogramm. Mit 25 Fahrzeugen präsentierte sich die Austrian GT ausgesprochen stark besetzt.
Die Poleposition für das erste Rennen sicherte sich Max Grip mit dem schnellen KTM GTX. Grip setzte sich unmittelbar nach dem Start an die Spitze, dicht gefolgt von Peter Eibisberger im Porsche 992, Reini Sampl im KTM GTX und dem Deutschen Stefan Ertl im Porsche 992. In dieser Reihenfolge ging es schließlich auch über die Ziellinie.x

Peter Eibisberger gewann damit die Division 3 der Porsche 991.2 und 992 GT3 vor Stefan Ertl und Franz Lahmer. Die Division 2 der Porsche 997.2 und 991.1 GT3 ging an den Deutschen Alexander Vogt vor Herbert Karrer und Rehan Khan.
Klaus Schneeberger sicherte sich die Division 1 der Porsche 997 GT3 vor Karl Müller. Die GT4-Wertung gewann Gregor Schneider im Porsche Cayman vor Franjo Kovac im Mercedes und Reinhardt Gfatterhofer im Audi R8.
In der GT-Open setzte sich Gesamtsieger Max Grip vor Reini Sampl und Alexander Frank durch – alle drei auf KTM GTX.
Das zweite Rennen musste bereits nach der ersten Runde neutralisiert werden, nachdem drei Fahrzeuge in der ersten Kurve im Kiesbett gestrandet waren und geborgen werden mussten.
Beim Restart reagierte Andreas Höfler im Porsche 992 am schnellsten und setzte sich vor Max Grip im KTM GTX und Stefan Ertl im Porsche 992 an die Spitze. Kurz vor Rennende gelang es Grip jedoch, die Führung zurückzuerobern. Damit gewann er auch das zweite Rennen vor Andreas Höfler, Stefan Ertl, Kevin Raith und Oliver Michael, die allesamt auf Porsche 992 unterwegs waren.
Die Division 2 entschied Rehan Khan vor Alexander Vogt und Herbert Karrer für sich. Eine besonders sehenswerte Leistung zeigte Rupert Weissenlehner. Nach seiner Verwicklung in die Ereignisse der ersten Runde startete er eine beeindruckende Aufholjagd, die ihn noch bis auf den neunten Gesamtrang führte.
Tourenwagen über 2500 ccm

Wie bereits am Pannoniaring gingen die historischen Fahrzeuge gemeinsam mit den Young Timern an den Start, unterteilt nach Klassen und Hubraum.
Das erste Rennen der großen Kategorie wurde zunächst von einem spannenden Dreikampf zwischen den V8-Chevrolets von René Jentzsch und Alfons Riedweg sowie dem Salzburger Norbert Greger im Porsche 997 GT3 geprägt. Die Führung wechselte mehrmals.
Dann landete Milwaukee-Pilot Komron Shepherd mit seinem BMW M2 im Kiesbett und schließlich im Reifenstapel. Das Rennen musste abgebrochen werden. Nach den notwendigen Reparaturarbeiten erfolgte ein Neustart hinter dem Safety-Car.
Der bis dahin führende Norbert Greger wurde beim Restart von den beiden Chevrolet-Piloten überrascht und fiel zurück. Gleichzeitig mischte plötzlich auch Porsche Markenkollege Boris Hartl im Kampf um die Spitzenpositionen mit.
René Jentzsch musste seinen Chevrolet vorzeitig abstellen. Damit war der Weg frei für den Schweizer Alfons Riedweg, der mit seiner Chevrolet Corvette den Sieg holte. Zweiter wurde Boris Hartl vor Norbert Greger, beide im Porsche 997 GT3.
Hinter den beiden Porsche-Piloten platzierte sich der Deutsche Andreas Rehwald im BMW M3 E36 als Dritter der Young Timer. Bei den Historischen folgten hinter Sieger Alfons Riedweg der Tscheche David Becvar im Ford Sierra Cosworth und Michael Drs in der Chevrolet Corvette.
Auch im zweiten Rennen war Alfons Riedweg nicht zu schlagen. Der Schweizer gewann erneut mit seiner Chevrolet Corvette, diesmal vor Norbert Greger im Porsche 997 und Andreas Rehwald im BMW M3 E36.
In der Young Timer 5 platzierten sich hinter Norbert Greger Boris Hartl und Wolfgang Bensch, alle auf Porsche 997 GT3. Die Young Timer 4 gewann Andreas Rehwald vor dem Tschechen Miroslav Svec, beide im BMW M3 E36.
Bei den Historischen folgten hinter Sieger Riedweg David Becvar im Ford Sierra Cosworth, Markus Kalkert im BMW 325 und Tina Jentzsch in der Chevrolet Corvette.
Schnellster TCO-Pilot war Andreas Schänzer im VW Golf TCR vor Fabian Ohrfandl.
Tourenwagen bis 2500 ccm
Bei den kleineren Hubraumklassen durften auch die historischen Anhang-K-Fahrzeuge über 2500 ccm mitfahren – quasi als eine Art „Balance of Performance“. Das sorgte für eine interessante Mischung und entsprechend spannende Rennen.

Zu Beginn setzte sich Michael Kadletz mit der Chevrolet Corvette an die Spitze. Doch der Niederösterreicher Dominik Klima eroberte mit seinem Honda Integra die Führung und gewann schließlich souverän vor Kadletz.
Um Platz drei entwickelte sich ein harter Kampf zwischen dem Oberösterreicher Bernhard Penc im BMW 323ti und dem Ungarn Laszlo Laczko im Renault Clio. Am Ende setzte sich Penc durch und holte Rang drei.

Michael Kadletz gewann die Anhang-K-Wertung über 2500 ccm vor Astrid Witzany im Ford Mustang und dem Vorarlberger Ingo Strolz im TVR Griffith. Die Porsche-Cup-Wertung entschied Peter Hollerer im Porsche 924S für sich.
In der Mazda-MX-5-Kategorie gab es beim Heimrennen der Slowaken ebenfalls sehenswerten Motorsport. Nach einem spannenden Kampf gewann Peter Nemsila vor Tomas Kolar und Pavol Jajcay.

Bei den Minis zeichnete sich unterdessen eine Wachablöse ab: David Baltes gewann das erste Rennen vor dem Tiroler Matthias Rainer-Pranter und Elias Erbschwendtner. Vater Michael Baltes musste sich diesmal mit Rang vier begnügen. Die Pro-Wertung gewann Thomas Eismann, während Kevin Rotter die R53-Wertung für sich entschied.
Auch das zweite Rennen der Tourenwagen bis 2500 ccm ging an Dominik Klima im Honda Integra. Diesmal folgten Bernhard Penc im BMW 323ti und der Deutsche Michael Baltes im Fiat 131. Der junge Philipp Fuhrmann zeigte ebenfalls eine starke Leistung und kämpfte sich nach einem Dreher noch auf den hervorragenden vierten Platz zurück.
Michael Kadletz und Astrid Witzany mussten hingegen mit technischen Problemen vorzeitig aufgeben.
Sehr ereignisreich verlief auch das zweite Rennen des Mazda Cups. Der führende Peter Nemsila verbremste sich in einer Kurve und musste das gesamte Feld passieren lassen. Danach startete er eine beeindruckende Aufholjagd und kämpfte sich noch auf Rang zwei zurück. Den Sieg holte William Musitz, Dritter wurde Tomas Kolar.
BMW 325 Challenge
Mit mehr als 20 Startern war die BMW 325 Challenge einmal mehr hervorragend besetzt.
Alexis von Wedel erwischte den besten Start und setzte sich zunächst vor Polesetter Patrick Weiss und „Altmeister“ Dietmar Lackinger an die Spitze, der am Slovakiaring ein Comeback wagte.

Die beiden jungen Piloten lieferten sich in der Folge einen sehenswerten und ausgesprochen fairen Kampf. Am Ende setzte sich Patrick Weiss durch und gewann vor Alexis von Wedel und Dietmar Lackinger.
Der Oberösterreicher Dominik Ségur-Cabanac machte beim Start einen Fehler und fiel bis auf den letzten Platz zurück. Danach folgte jedoch eine famose Aufholjagd, die ihn noch bis auf den fünften Gesamtrang brachte. Für diese Leistung wurde er zum „Man of the Race“.
Gerhard Weiss gewann als Gesamtvierter die Silver-Cup-Wertung vor Stefan Fuhrmann und Harald Schneller. Die BMW-STW-Wertung ging an Markus Weiss vor Markus Reitbauer und Wolfgang Komornik.
Vor dem zweiten Start der BMW Challenge kam es zunächst zu einer kurzen Verwirrung. Dominik Ségur-Cabanac blieb während der Formation Lap stehen, nachdem der Motor ausgegangen war. Ursache war eine Sicherung der Benzinpumpe. Daraufhin wurde eine zweite Formation Lap gefahren.
Ségur-Cabanac fuhr wieder auf seine ursprüngliche vierte Startposition vor – ein Manöver, das allerdings nicht regelkonform war und nach dem Rennen mit einer 30-Sekunden-Zeitstrafe geahndet wurde.
An der Spitze tobte unterdessen ein packender Fünfkampf zwischen Vater und Sohn Weiss, Alexis von Wedel, Dietmar Lackinger und Ségur-Cabanac. Von Wedel musste seinen BMW mit überhitztem Motor abstellen und aufgeben.
Patrick Weiss gewann schließlich vor seinem Vater Gerhard und Dominik Ségur-Cabanac. Dietmar Lackinger kam als Gesamtvierter ins Ziel.
Nach der Zeitstrafe für Ségur-Cabanac lautete das Ergebnis der Challenge-Wertung: Patrick Weiss vor Dietmar Lackinger und Christopher Behensky.
Die Silver-Cup-Wertung gewann Gerhard Weiss vor Stefan Fuhrmann und Harald Schneller. In der STW-Wertung setzte sich Markus Weiss vor Wolfgang Komornik und Oliver Parg durch.
David Baltes bestätigte unterdessen mit seinem zweiten Sieg seine Vormachtstellung im Mini Cooper Cup. Zweiter wurde diesmal Elias Erbschwendtner vor Michael Baltes.

Formel Historic
Polesetter Josef Neuhauser ließ auch im ersten Rennen nichts anbrennen. Der Tiroler gewann souverän mit 14 Sekunden Vorsprung vor Otto Flum und Lukas Sturm. Gleichzeitig entsprach diese Reihenfolge auch dem Ergebnis der Division 4 der Formel 3.

Robert Waschak sicherte sich den Sieg in der Division 2 vor Franz Altmann und Evita Stadler. Bei den Sportwagen gewann Ingo Strolz vor Markus Bogner. Franz Zierhofer entschied die Division 1 der Formel Ford 1600 für sich, während Günter Ledl in der Division 5 erfolgreich war.
Auch im zweiten Rennen führte kein Weg an Josef Neuhauser vorbei. Der Tiroler gewann diesmal vor dem Burgenländer Roman Pöllinger und dem jungen Lukas Sturm – alle auf Dallara Formel 3.
Robert Waschak holte sich erneut den Sieg in der Division 2 vor Franz Altmann und Evita Stadler. Günter Ledl im Dallara F3 gewann die Division 5 vor Markus Bogner im Lola.
Formel Young
Dominic Makolm gewann das erste Rennen nach einem spannenden Kampf vor Alexander Fritz und Michael Fischer.
Bemerkenswert war auch der vierte Gesamtrang von Mario Huber. Der erfahrene GT-Pilot kam auf Anhieb mit dem Dallara Formel 3 zurecht und konnte die drei Fahrer an der Spitze sogar zeitweise unter Druck setzen.
Hinter Alexander Fritz und Michael Fischer platzierte sich Christopher Oslanec als Dritter der moderneren Formel Renault 2.0. Leopold Matouschek gewann die Kategorie 1 der älteren Formel Renault vor Alfred Buschek und Robert Siska.
Auch das zweite Rennen bot Spannung bis in die Schlussphase. Mario Huber erwischte einen ausgezeichneten Start und setzte sich zunächst an die Spitze. Christopher Oslanec überholte Huber, Michael Fischer zog mit, und die beiden konnten sich vorerst etwas vom restlichen Feld absetzen.

Dahinter entwickelte sich ein Dreikampf zwischen Alexander Fritz, Mario Huber und Dominic Makolm. Im weiteren Rennverlauf schloss Fritz zum Führungsduo auf und konnte sich gegen Ende sogar an die Spitze setzen.
Alexander Fritz gewann schließlich vor Michael Fischer, Christopher Oslanec und Mario Huber. Dominic Makolm musste sich mit Rang fünf zufriedengeben, nachdem sein Motor nicht mehr die volle Leistung brachte.
Das dritte Rennen entschied Michael Fischer in der Formel Renault 2.0 mit großem Vorsprung für sich. Hinter ihm folgten Dominic Makolm und Mario Huber, beide im Dallara F3.
Fischer gewann damit auch die Periode-2-Wertung der Formel Renault vor Alexander Fritz und dem Slowaken Christopher Oslanec. Die Periode 1 der älteren Formel Renault ging an Leopold Matouschek vor Alfred Buschek und Friedrich Luhn.
Erfolgreiches Rennwochenende geht zu Ende
Pünktlich um 16.30 Uhr beendete Rennleiter Rainer Werner ein ebenso heißes wie erfolgreiches Histo-Cup-Wochenende am Slovakiaring. Nach drei intensiven Tagen mit spannenden Positionskämpfen, zahlreichen Aufholjagden und einem großen Starterfeld traten die Teams die Heimreise an.
Lange müssen Fahrer und Fans allerdings nicht auf die nächsten Rennen warten: Der nächste Histo-Cup-Lauf findet von 18. bis 20. September am Salzburgring statt.
Für die Piloten der BMW 325 Challenge geht es bereits von 28. bis 30. August zum Red Bull Ring. Dort steht ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Im Rahmen der Red Bull Ring Classics wird das große Jubiläumsrennen „20 Jahre BMW 325 Challenge“ ausgetragen.
Histo Cup Presse
Michael Steffny
9. August 2026

























