Bericht Histo Cup Brünn 13.-15. Mai 2022

Rund 150 Rennfahrer des Histo Cups sind nach Brünn – zu einer der schönsten und fahrerisch anspruchsvollsten Rennstrecke gekommen. Mit dabei ist zum ersten Mal die Porsche Sprint Challenge der Lechner Brüder, die tollen, modernen Motosport beisteuerten.
Freitag wurde ausgiebig getestet und am Samstag fanden am Vormittag die Qualifyings statt. Am Nachmittag dann die ersten Rennen:

BMW 325 Challenge

Polesetter Kevin Speigner setzte sich sofort an die Spitze vor Herbert Karrer und Lando von Wedel. Zwischen den drei Piloten wechselte die Führung mehrmals, wobei Speigner die meiste Führungsarbeit leistete. Wedel blieb immer in Schlagdistanz. In der siebten Runde wurde aus dem Dreikampf ein Sechskampf, Patrick Weiss, Tobias Fischer und Leon Unger haben die Lücke zur Spitze zugefahren. Lando von Wedel übernahm in der achten Runde die Führung vor Herbert Karrer. Kevin Speigner musste sich dann mit den anderen Kollegen hart abkämpfen. Dies nutze der Steirer Leon Unger aus und holte sich den dritten Platz vor Speigner, Patrick Weiss und Tobias Fischer.

Gerhard Weiss gewann die Silver Cup Wertung vor Charly Habenbacher und Leopold Unger. Ein tolle Debüt gab der Salzburger Josef Brandstätter, der den Rennwagen erst vor einer Woche ei de Race Perfomance gekauft hat. Er wurde toller Neunter in seinem ersten Rennen!

Historische Tourenwagen und GT´s und Porsche Classic Cup

Das große Feld der historischen Tourenwagen bot für die Zuschauer sehr schöne Leckerbissen aus 5 Jahrzehnten Motorsport.
Am Start setzten sich der Schweizer Roger Bolliger, Pontiac Trans Am und der Deutsche Wolfgang Lange, McLaren Can AM vom Feld ein wenig ab. Dahinter ein toller Zweikampf zwischen Markus Bereuter, Chevrolet Corvette und dem schnellsten Anhang K Piloten Martin Sahl mit seinem bärenstarken Ford Escort BDA. Die schnellste Porsche Classic Piloten Toni Zisser, Porsche 944 Turbo und Günter Schmidt, Porsche 911 konnten sich mit Sahl in der Verfolgergruppe etablieren.
Dahinter die schnellsten STW Piloten bis 2500cc Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett und Markus Kalkert, BMW 325i und der 2-Liter K Pilot Michael März mit dem ex. Kraft BMW 2002.

Bereuter musste wegen technischen Defekt in der siebten Runde an die Box. Es siegte der Deutsche Wolfgang Lange, Mc Laren vor Roger Bolliger, Pontiac und dem Steirer Toni Zisser, Porsche 944 Turbo und Martin Sahl, Ford Escort BDA und Günter Schmidt, Porsche 911. Dritter der Porsche Classic Wertung wurde Erich Bartoschka, Porsche 944 Turbo.

Die 1000er Klasse gewann Bernhard Deutsch, Steyr Puch 650TR vor Christian Bernard, BMW 700RS und Gerhard Mühlparzer, Steyr Puch 650TR. Wolfgang Kriegl gewann die K 1600 und hinter Martin Sahl wurde der Deutsche Ulrich Klösser vom Team Mücke Motorsport Zweiter der Klasse K bis 2000ccm, gefolgt vom Niederösterreicher Michael März, BMW 2002. Toni Eckhart holte sich mit dem Ford Capri die Klasse bis 3000ccm vor Reinhold Jungwirth, Porsche 911RS. Günter Schmidt siegte in der Klasse K bis 3600ccm vor Franz Wetzlmaier, BMW 535i. Sieger der großen K Klasse wurde Nico Unteregger, Chevrolet Corvette vor Gerhard Witzany, Ford Mustang und David Becvar, Jaguar XJS.
Reinhold Jungwirth hatte besonderes Pech, in der letzten Kurve vor dem Ziel ist die linke hintere Felge des Porsche 911 gebrochen und er drehte sich in die Leitplanken. Die Rettung brachten den Fahrer zum Check in das Krankenhaus. Es ging relativ glimpflich aus, eine gebrochene Rippe wurde festgestellt. Die Aufräumarbeiten dauerten etwa eine halbe Stunde.

Peter Pöschl holte sich die STW Klasse bis 2000ccm vor Stefan Langthaler, VW Golf und Markus Eder, Alfa Romeo. Sieger der STW bis 2500ccm wurde Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett vor Markus Kalkert und Daniel Braunstein, beide BMW 325i.

Young Timer und TCO über 3000ccm

Polesetter Alois Rieder setzt sich gleich vor „Lafix“, beide Porsche in Führung, gefolgt von Josef Halwachs und Franz Lahmer im neuen Porsche 992. Markus Fischer, BMW M3 E46 ist anfangs schnellster Young Timer Pilot vor dem Schweizer Daniel Büchi, Chevrolet Camaro und Markus Weege, BMW M3 E46.

Franz Lahmer konnte Josef Halwachs noch überholen und wurde hinter Rieder und Lafix Dritter des Rennens. Daniel Büchi gewinnt die Klasse YT über 3600ccm vor Walter Schropper, Dodge Viper und Christoph Gürtler, BMW E30 V8 STW.

Young Timer und TCO bis 3000ccm

Das große Feld der kleineren Tourenwagen geht mit etwa 15 Minuten Verspätung in Bewegung. Polesetter Mario Huber setzt sich gleich in Führung vor Toni Stoiber, Seat und Veljko Stoiber Porsche 996. Andreas Rehwald kann die Spitze einholen und mischt im Kampf um die Spitze mit.
Die TCO Wertung gewann Mario Huber vor Toni Stoiber und Manuel Meisinger, alle Seat Leon. Das ist zugleich das Ergebnis der Klasse bis 2000 Turbo. Andreas Rehwald, BMW M3 E36 gewann die Young Timer vor Veljiko Stoiber, Porsche 996 und Hubert Auernigg, BMW M3 E36.


Philipp Mattersdorfer gewann mit seinem Opel Astra die Klasse bis 2000ccm vor György Makai, BMW 318 Compact. Die TCO bis 2000ccm holte sich Ronald Weiderer, Seat Ibiza. Die Klasse bis 3600 Gruppe N gewann Emiliano Peter, Porsche 997 vor Harald Schmid, Porsche Boxter und Markus Landlinger, BMW M3. Die Mazda MX5 Wertung holte sich Ja Filip vor Peter Nemsila und Pavol Jajcay.

Formel Historic und Formel Young

Das bunt gemischte Feld bot für jeden Formel Fan das Richtige. Polesetter Philipp Thiel, Dallara F3 setzt sich vor Michael Fischer, Formel Renault 2.0 in Führung. Michael Fischer konnte Thiel gleich in der ersten Kurve überholen und führte das Feld in die erste Runde, gefolgt von Thiel und Dominic Makolm, Formel Renault 2.0. Thiel und Fischer matchten sich beherzt um die Führung. Letztlich gewann Michael Fischer vor Philipp Thiel und Dominic Makolm. Stefan Eisinger wurde mit dem PRC Opel Sportwagen Gesamtvierter.

Michael Theuritzbacher, Opel Lotus siegte in der Formel Libre vor Daniel Hornung, Ralt F3 und Norbert Fritz, Reynard F3. Stefan Eisinger-Sewald holte sich die Sportwagen Klasse vor Georg Böhringer und Christian Kletzer, alle PRC Opel. Die historische Formel 3 holte sich Karl Neumayer, Dallara vor Günther Sturm und Georg Panzenböck.

Die Formel Renault, Periode 1 gewann Michael Fischer vor Alexander Fritz und Leopold Matouschek. Dominik Makolm holte sich die Formel Renault, Periode 2. Ingo Strolz mit dem historischen Formel 1 fiel leider in der 7 Runde aus.

Ravenol 1H Endurance Race

Alois Rieder, Porsche 991 setzte sich gleich vor seinem Markenkollegen „Lafix“ in Führung, gefolgt vom Team Josef Meyer / Franz Lahmer, Porsche. Nach 20 Minuten folgte eine Safety Car Phase weil der BMW M3 E46 von Norbert Greger mitten auf der Rennstrecke zum Erliegen kam. Der Restart erfolgt zugleich mit dem Öffnen des Boxenfensters.

An der Reihenfolge an der Spitze änderte sich nichts mehr, Rieder gewann vor Lafix und Meyer/Lahmer. Die Young Timer gewannen Herwig Duller und Sigi Kuzdas, BMW M3 E46 vor dem Team Auernigg / Kuzdas, BMW M3 E36 und Stefan Fuhrman sen. / Stefan Fuhrmann jun., BMW 325i, die damit die Klasse YT bis 2500ccm gewannen vor Josef Brandstätter und dem Team Unger / Hascher, alle BMW 325i.

Die Rennen am Sonntag, 15. Mai 2022

Classica Trophy

Die erste Entscheidung am Sonntag fiel in der Classica Trophy, die bereits um 08.00 Uhr den dritten Wertungslauf absolvierten.

In der Solowertung siegte der Burgenländer Niki Horvath, Porsche 911SC vor der Siegerin 2021 Brigitte Jaitner, Porsche 924 und Manfred Schiedauf, Audi TT. In der Teamwertung gewannen die Salzburger Routiniers Herbert Margreiter / Konnie Aistleitner, Alfa Romeo vor dem Team Riedler / Riedler, Porsche 911 und dem Team Werner Frank / Martina Schärf, Audi TT.

BMW 325 Challenge

Im Qualifying gab es einen Trainingsabbruch nach dem Abflug von Josef Brandstätter und als Folge wurden einige Zeiten gestrichen, die unter gelb Bzw. rot erzielt wurden. So kam es zu einer interessanten Startaufstellung. Gleich am Start gab es eine Kollision , die von Herbert Karrer ausgelöst wurde. Tobias Fischer und Leopold Unger waren die Leidtragenden und mussten das Fahrzeug abstellen. Dieser Vorfall wird von den Sportkommissaren untersucht und Herbert Karrer erhielt eine Strafe für gefährliches Fahren.

Den topp Piloten des Zeittrainings wurden allesamt die schnellsten Zeiten gestrichen, weil sie in einer Rotphase erzielt wurden. Trotz Startplatz fünf konnte sich Lando von Wedel an die Spitze setzen, der bald Besuch von Kevin Speigner und Leon Unger bekam. Letztlich konnte sich Leon Unger durchsetzen und gewann vor Kevin Speigner und Lando von Wedel. Patrick Weiss und Alexis von Wedel komplettierten die Topp Five. Den BMW E30 Silver Cup holte sich Charly Habenbacher vor einen fulminant fahrenden Gerhard Weiss, der auch in den Startunfall verwickelt war und von ganz hinten das Feld aufrollte. Dritter wurde Rupert Weissenlehner.

Formel Historic und Formel Young

Der Niederösterreicher Philipp Thiel konnte mit seinem Dallara Formel 3 auch das zweite Rennen vor Michael Fischer, Formel Renault 2.0, Periode 1 und Dominic Makolm, Formel Renault 2.0, Periode 2 gewinnen. Schnellster Sportwagenpilot wurde Stefan Eisinger-Sewald vor Georg Böhringer, beide PRC Opel und Ingo Strolz, Lola T210.

Schnellster historischer Formelpilot wurde Norbert Fritz, Reynard F3 vor Christian Windischberger, Formel Renault und Franz Altmann, Formel Ford 2000.

 

Historische Tourenwagen und GT´s und Porsche Classic Cup

Roger Bolliger donnerte mit seinem Pontiac Trans AM gleich von der Pole Position los und setzte sich in Führung, die er bis zum Ziel nicht abgab. Dahinter tobte ein Kampf zwischen dem schnellsten Anhang K Piloten David Becvar, Jaguar XJS, Martin Sahl, Ford Escort BDA und den Porsche Piloten Tini Zisser und Niki Bartoschka. Schließlich wurde David Becvar Zweiter, gefolgt von Tonis Zisser, Porsche 944 Turbo und Martin Sahl.
Bernhard Deutsch gewann die Klasse K bis 1000ccm vor Gerhard Mühlparzer und Wolfang Kriegl holte sich die Klasse K bis 1600ccm- Hinter Martin Sall platzierten sich Ulrich Klösser, Ford Escort BDA und Michael März, BMW 2002 in der Klasse K bis 2000ccm. Toni Eckhart holt sich die Klasse bis 3000ccm und Franz Wetzlmaier. BMW 535i siegte in der Klasse K bis 3600ccm vor Günter Schmidt, Porsche 911RS. Hinter dem schnellsten K Piloten David Becvar wurde Nico Unteregger Zweiter der Klasse K über 3600ccm, Gerhard Witzany fiel mit seinem Ford Mustang leider gleich in der ersten Runde aus.


Die STW bis 2000ccm gewann Peter Pöschl, Ford Escort RS2000 vor Marcus Lipp, Alfa Romeo GTA und Stefan Langthaler, VW Golf GTI. Der Deutsche Bernhard Schmidbauer, Opel Kadett siegte in der Klasse bis 2500ccm vor Bianca Kalkert und Daniel Braunstein, beide BMW 325i.

Stephan Rott holt sich die Porsche Classic Wertung bis 2500ccm und Sven Pott siegt in der Klasse Porsche bis 3000ccm. Hinter Toni Zisser, Porsche 944 Turbo wurde Nico Bartoschka Zweiter. Josef Schößwendter konnte leider nicht mehr starten.

Young Timer und Touring Car Open über 3000ccm

Josef Halwachs, Porsche 991 gewann das Rennen vor dem sehr schnellen Markus Fischer, BMW M3 E46 und dem Salzburger Heinz Weissenbacher, Porsche 997, der damit schnellster Young Timer Pilot wurde vor Daniel Büchi, Chevrolet Camaro und Herwig Duller, BMW M3 E46. Hinter Halwachs und Fischer wurde Siegfried Kuzdas, BMW Alpina B6 GT3 Dritter der Touring Car Open. Reini Sampl holt sich die KTM X-Box Klasse.

 

Young Timer und Touring Car Open bis 3000ccm

Andreas Rehwald gewann mit seinem Young Timer BMW M3 E36 das Rennen vor dem schnellsten TCO Piloten Mario Huber, Seat Leon TCR und dem Oberösterreicher Hubert Auernigg, BMW M3 E36 der damit auch Zweiter der Young Timer bis 3000ccm wurde, gefolgt vom Deutschen Gottfried Rampl, BMW M3 E36 Compact.

Emiliano Peter, Porsche 997  gewann die Gruppe N Wertung vor Harald Schmid, Porsche Boxter. In der TCO 2000 Turbo wurde Manuel Meisinger, Seat Leon Zweiter hinter dem Gesamtsieger Huber und Ronald Weiderer, Seat Ibiza gewann die TCO Klasse bis 2000ccm.
Michael Rauch die Klasse YT bis 1600ccm und Philipp Mattersdorfer holte sich mit seinem Opel Astra die Klasse YT bis 2000ccm.


Die stark besetzte Klasse der Mazda MX5 Piloten gewann Peter Nemsila vor Jan Filip und Pavol Jajcay, alle Mazda MX 5 Cup.

Pünktlich um 17.05 Uhr wurde das letzte Rennen in Brünn abgewunken. Ein tolles Histo Cup Rennwochenende mit der Gastserie Porsche Sprint Challenge von den Gebrüdern Lechner ging unter hervorragenden Bedingungen erfolgreich zu Ende.
Brünn ist immer eine Reise wert! Hervorragende, fahrerisch sehr anspruchsvolle Strecke, tolle und spannende Rennen, sowie Sauberkeit der Anlagen und sehr freundliches und zuvorkommendes Personal der Rennstrecke und korrekte Security Mitarbeiter waren die Zutaten eines erfolgreichen Wochenendes!

Das nächste Rennen des Histo Cups findet in Rijeka / Kroatien von 17. bis 19. Juni 2022 statt.