Bericht Histo Cup Finale Brünn 2021

Nachdem das Management von Adria Way unser Finale abgesagt haben (derzeit keine Streckenlizenz), konnte der Histo Cup zum Race Glück die Rennstrecke in Brünn noch für das achte Rennwochenende 2021 bekommen. Rund 140 Teams sind nach Tschechien gereist. Bei herrlichem Herbstwetter konnten die Rennfahrer am Samstagvormittag noch testen. Nachmittags fanden die Qualifyings statt.

Ravenol 1H Endurance Race

30 Teams nahmen das Ravenol 1H Endurance Rennen in Angriff. Sieger wurden das KTM Team Martin Koch / Max Grip, KTM GT4 vom Motorsportzentrum Ried vor Uwe Schmidt, KTM GTX vom Team CCS und Daniel Drexel, KTM X-Bow, Team Razoon. Die Wertung der kleineren TCO bi 3000cc gewann der Münchner Thomas Eismann, Mini Cooper R56 vor dem Huber Motorsport Team Nina Prantl / Reini Sampl, Seat Ibiza.

Die Young Timer bis 3000cc gewannen die Deutschen Andreas Rehwald / Gottfried Sampl, BMW M3 E36 vor dem Gotcha Team Alexis und Christian von Wedel und dem Team Weiss Patrick Weiss / Kevin Speigner, beide BMW 325i E30 Challenge. Die Young Timer über 3000cc gewann das Duller Motorsportteam mit Sigi Kuzdas / Herwig Duller, BMW M3 E46 vor Christoph Gürtler, BMW M3-8 / Thomas Weberhofer, Opel Omega V-Star und dem Schweizer Alfons Riedweg, Chevrolet Corvette. Das Team Kuzdas / Duller aus Kärnten holten sich mit dem Klassensieg die Gesamtwertung mit einem Punkt Vorsprung auf das Team Weiss Motorsport aus Salzburg.

Die Historische Wertung sicherten sich das Team Bartoschka / Schößwendter, Porsche 944 Turbo vor Franz Wetzlmaier, BMW 535i und dem Team Astrid und Gerhard Witzany, Ford Mustang. Mit der Siegerehrung ging ein toller Tag auf der Rennstrecke in Brünn zu Ende. In den Boxen und Zelten wurde dann gemütlich gegessen und natürlich auch viel „Benzin“ geredet.
Sonntag ab 09.00 Uhr ging es los mit den Rennläufen. Nach einer klirrend kalten Nacht macht sich bald die Sonne breit und erwärmte nicht nur die Gemüter der Fahrer, die zahlreichen Zuschauer säumten die Strecke.

In der Folge die Rennberichte:

Historische Fahrzeuge K und STW und Porsche Classic Cup

Rennen 1:

Pole Position und Gesamtsieg für den steirischen Burgenländer Erich Petrakovits mit seinem bärenstarken Sahl-Speed Ford Capri Turbo. Dahinter gab es einen sehenswerten Kampf „David gegen Goliath“. Martin Sahl rang mint seinem Ford Escort RS 2000 BDA den Tschechen David Becvar mit dem 12-Zylinder Jaguar XJS in einem rundenlangen Kampf nieder. Auf den Geraden war der Jaguar schneller aber in den Kurven hatte der flinke und viel leichtere Ford Escort Vorteile. Dahinter auch ein sehenswerter Kampf zwischen Günter Schmidt, Porsche 911 und Markus Kalkert, BMW 325i, der immer sehr fair ausgetragen wurde.


Die „Abteilung der Kampfzwerge“ waren sich beim Finale einig zwei BMW 700 RS und zwei Puch 650TR boten eine strategische Meiserleistung und kürten den Innsbrucker Christian Bernard zum Klassensieg.
Hinter dem STW Sieger Petrakovits platzierten sich die BMW Piloten Markus Kalkert und Thomas Herterich, beide BMW 325i. Herterich holte damit wieder 8 Punkte und sicherte sich damit die Gesamtwertung der STW Piloten. Schnellster Porsche Classic Pilot war, trotz Kollision mit Alexander Wechselberger der Oberösterreicher Gerhard Bruckmüller, der damit auch den Gesamtsieg des Porsche Classic Cups absicherte.

Rennen 2:

Das Rennen am Nachmittag stand ganz im Duell um den Tagessieg zwischen Martin Sahl und David Becvar, da Erich Petrakovits nicht mehr am Start war. Martin Sahl gewann das Rennen vor David Becvar und seinem Landsmann Jaroslav Rejka, beide Jaguar XJS. Dahinter die Neuauflage des sehenswerten Kampfes von Günter Schmidt, Porsche 911 und Markus Kalkert, BMW, Kalkert gewann die STW Wertung vor Thomas Herterich und Urs Metzger, alle BMW 325i. Herterich stand als STW Gesamtsieger vor Urs Metzger bereits fest.


Die Kampfzwerge machten den Anhang K Sack endgültig zu, Bernhard Deutsch, Steyr Puch war der „Schuhlöffel“ zum ersten Gesamtsieg für die 1000er Abteilung! Christian Bernard gewinnt vor Deutsch, Gerhard Mühlparzer, beide Puch 650TR und Gerhard Heinrich, BMW 700. Chapeau an die 4 Musketiere! Nicolas Bartoschka gewann die Porsche Classic Wertung vor Thomas Schößwendter und Thomas Brditschka, alle Porsche 944.

Young Timer und Touring Car Open

Rennen 1:

Das große Feld der jüngeren Tourenwagen und GT´s wirkte sehr mächtig. Der Start gelang hervorragend, alle 44 Fahrzeuge kamen gut durch die Startkurve. An der Spitze entbrannte ein harter Kampf der KTM Piloten Daniel Drexel, Max Grip und Martin Koch mit dem niederösterreichischen BMW Alpina Piloten Siegfried Kuzdas. Die Führung wechselte mehrmals bis ein Unfall bzw. ein brennendes Auto in der 8. Runde einen Safety-Car Einsatz erforderlich machte. Da die Bergung länger dauerte, wurde das Rennen abgebrochen und Daniel Drexel war der glückliche Gewinner vor Sigi Kuzdas und Max Grip. Kuzdas machte mit seinem zweiten Gesamtrang und dem Klassensieg einen großen Schritt zum Gesamtsieg 2021. Die TCO bis 2000cc gewann Helmut Landherr vor Wolfgang Bauer, beide Renault Clio und Nina Prantl, Seat Ibiza.


Schnellster Young Timer Pilot war Thomas Weberhofer mit seinem Opel Omega V8-Star vor Walter Schropper, Dodge Viper und dem Schweizer Alfons Riedweg, Chevrolet Corvette. Der Slowake Peter Nemsila gewann mit seinem Mazda MX5 die Klasse YT bis 1600cc und wahrte damit auch seine Chance auf den Young Timer Gesamtsieg gegen Emiliano Peter, Porsche 997.

Rennen 2:

Im zweiten Rennen gab es einen Vierfach Sieg der KTM Piloten vor Sigi Kuzdas, BMW Alpina, der damit die Gesamtwertung der Touring Car Open gewinnen konnte.
Die Young Timer gewann der Niederösterreicher Walter Schropper, Dodge Viper vor dem Steirer Thomas Weberhofer, Opel Omega V8Star und dem Schweizer Alfons Riedweg, Chevrolet Corvette.

Die Sensation schaffte Peter Nemsila, der mit seinem Mazda MX5 die Klasse bis 1600cc gewinnen konnte und damit punktegleich mit Emiliano Peter, Porsche 997 sich den Gesamtsieg der Young Timer teilt. Ein weiterer Sieg der Hubraumzwerge im Histo Cup!

BMW 325 Challenge

Rennen 1:

Die Gesamtsieger, Lando Graf von Wedel (Challenge) und Gerhard Weiss (Cup) standen schon vor den letzten beiden Rennen fest. Lando hatte auf der Uni ein Seminar und war gar nicht nach Brünn gereist und Gerhard Weiss ereilte leider im Qualifying en Motorschaden. Somit war der Weg frei für die Kronprinzen. Herbert Karrer holte sich von er Pole aus den Sieg im ersten Rennen vor dem stark fahrenden Steirer Leon Unger und Alexis Graf von Wedel, dem jüngeren Bruder von Lando.

Die Cup Wertung holt sich nach dem Ausfall von Christian von Wedel Walter Braunstein vor Rupert Weissenlehner und Daniel Braunstein.

Rennen 2:

Für Spannung sorgte der Start es zweiten Rennens, denn die ersten acht Fahrer des ersten Rennens wurden in der Startposition umgedreht. So stand der Sieger Herbert Karrer auf dem achten Startplatz. Die vorne stehenden Walter Braunstein und Kevin Speigner konnten den kleinen Vorteil aber nicht nutzen. Am besten kam Alexis von Wedel zurecht, er setzte sich in der dritten Runde in Führung und verteidigte diese mit Geschick gegen die ordentlich drückenden Patrick Weiss und Herbert Karrer. So war auch der letzte Zieleinlauf 2021. Walter Braunstein holte sich die Cup Wertung wieder vor Rupert Weissenlehner und Daniel Braunstein.
Nach dem Ausfall im ersten Rennen konnte sich der Deutsche Thomas Eismann die Wertung der Mini Cooper sichern.

Formel Historic und Formel Young

Rennen 1:

Die historischen Formelfahrzeuge bestritten diesmal gemeinsam mit den jüngeren Formel 3  und den Formel Renault 2.0 Fahrern die finalen Rennen. Die Disziplin war sehr gut und die Zuschauer sahen sehr spannende Rennen.


Michael Fischer, am Samstag noch auf der Nordschleife im Tourenwagen im Einsatz, kam in der früh zu den Formelrennen und musste vom letzten Startplatz der ersten Gruppe das Rennen aufnehmen. Er hatte frische Reifen und nutzte diese zu einer tollen Fahrt durch das Feld. Schließlich konnte er noch den lange führenden Roman Hoffmann überholen und gewann das Rennen vor Hoffmann und Alexander Talkanitsa, alle Formel Renault 2.0.
Das Rennen er Formel Young gewann Peter Peckary, Dallara. Walter Vorreiter, Ralt RT 31 gewann das Rennen der Formel Historic vor und Roman Pöllinger und Norbert Fritz, beide Reynard Formel 3-Libre. Daniel Hornung, Ralt Formel 3 stand schon als sicherer Meister 2021 fest. Dennoch ist er nach Brünn zum finale angereist und gewann die Formel 3. Robert Waschak mit dem ältesten Fahrzeug – Austro Vau 1300 sicherte sich den zweiten Gesamtrang des Jahres 2021!

Rennen 2:

Roman Hoffmann revanchierte sich im zweiten Rennen und gewann vor Michael Fischer und Alexander Talkanitsa, alle Formel Renault 2.0. Philipp Thiel, im ersten Rennen ausgeschieden, holte sich die Formel 3 Young vor Peter Peckary, beide Dallara.
Die Formel Historic gewann im zweiten Rennen Daniel Hornung, Ralt vor Walter Vorreiter, Ralt und Karl Neumayer, Dallara. Christian Frenslich holte sich wie im ersten Rennen die Formel Ford 1600 Klasse und Christian Windischberger siegte in der historischen Formel Renault Wertung.

Classica Trophy

Gerhard Braunegger gewann mit seinem Alfa Romeo Sud Sprint die Classica Solowertung vor Brigitte Jaitner, Porsche 924 und Peter Jaitner, Porsche 911 Carrera. Brigitte Jaitner ist somit Gesamtsiegerin der Classic Trophy Wertung der Solofahrer 2021! Respekt!


Die Teamwertung gewannen die jungen Salzburger Christopher Behensky / Lisa Hell, Fiat 124 Sport vor den Routiniers Herbert Margreiter / Konnie Aistleitner, Alfa Romeo Spider und dem Team Stelzer / Bakir, Porsche 911 Carrera. Margreiter/Aistleitner holten sich damit den Gesamtsieg 2021, aber die „junge Generation“ klopft an die Türe der arrivierten Herren!

Pünktlich um 16.30 Uhr beendet unser Rennleiter Harald Lehner das finale Rennen in Brünn und die Motorsportsaison 2021. Wir haben es tatsächlich geschafft alle acht Rennwochenenden mit 16 Rennen je Serie zu veranstalten! Das ist besonders erfreulich in Zeiten wie Diesen!

Zu erwähnen ist noch, dass die Zusammenarbeit mit den Offiziellen, Ing. Günther Frühwirth, Mag. Wolfgang Nölscher, Ivo Fröhlich (Sportkommissare) und dem Team von Josef Kogler (Techniker) sehr gut geklappt hat.

Jahressiegerehrung am 13. November im Hotel Imlauer Pitter in Salzburg

Nach einem Jahr Pause können wir heuer wieder unsere sehr beliebte Jahressiegerehrung in Salzburg abhalten. Die Anmeldung dazu kann jeder online durchführen. Geehrt werden die ersten der jeweiligen Gesamtwertung, der Kategorien und der einzelnen Klassen. Wir bitten alle darauf zu achten, dass nicht zu viele Begleitpersonen möglich sind!
Hotelzimmer bitte direkt bestellen mit dem Hinweis „Histo Cup Jahressiegerehrung“. https://imlauer.com/hotel-pitter-salzburg/

Liebe Motorsportfreunde!

Das war´s wieder mit dem Renngeschehen 2021. Wir freuen uns sehr auf eine würdige Abschlussfeier und verbleiben bis dahin mit dem Gruß

„auf die Historischen“

Familie Steffny

P.S.: Die Gesamtwertung ist bereits online. Die Klassenwertungen folgen in Kürze