Bericht Histo Cup Slovakiaring

Liebe Motorsportfreunde!

Das zweite Histo Cup „Race-Weekend“ am  Slovakiaring von 30. April bis 2. Mai 2021 hat sehr erfolgreich stattgefunden.  Alle Teilnehmer und Begleitpersonen sind problemlos wieder in die Heimat – ohne Quarantäne – zurückgekehrt. Motorsport ist eben Spitzensport! Die Gesamtwertung aller Serien (Zwischenwertung nach 4 Läufen) ist bei den Ergebnissen bereits online!

In der Folge der etwas verspätete Rennbericht der einzelnen Serien. Wir bitten um Verständnis, dass dieser kürzer ausfällt als sonst da die Umstände diesmal durch einen Todesfall in der Familie ein wenig schwierig waren.

Rund 140 Teams haben das „Wagnis“ Ausland in Angriff genommen und sollten es nicht bereuen. Die Stimmung im Fahrerlager war fast schon wie früher, da die Lockerungen in der Slowakei bereits stattgefunden haben. Hotels und Restaurants waren bereits offen und man konnte in der Bar am Ring sogar schon das so sehr gewünschte offene Bierchen im Gastgarten genießen.

Freitag war ausreichend Zeit zum Testen, vorerst auf nasser Fahrbahn, dann bei herrlichem Frühjahrswetter mit besten Bedingungen. Am Nachmittag fanden dann schon die ersten Rennen statt. Die Gastserie „TCM“ hatte noch vor dem Ravenol 1H Endurance Rennen ihren ersten Lauf.

Ravenol 1H Endurance Race

Die Touring Car Open gewann der Schweizer Martin Koch mit seinem KTM GT$ vor Josef Meyer, Porsche 991 GT3 und Max Grip der ebenfalls einen KTM GT4 pilotierte. Die große Young Timer Wetung holte sich das Team Duller Motorsport, BMW M3 E46 GTR vor dem Team Medi Care, Porsche 997 GT3 und Huber Motorsport 2, Porsche 997. Die Young Timer bis 3000cc holten sich das Team Gotcha vor Tom´s Car Service und Weiss Motorsport, alle BMW 325i Challenge. Die historische Wertung gewann Franz Wetzlmaier , BMW 535i vor dem Team Bartoschka, Porsche 944 Turbo.

 

Am Samstag erfolgten amVormittag die Qualifiyings zu den ersten Rennläufen, wieder unter perfekten Bedingungen. Am Nachmittag dann die Rennläufe der Histo Cup Serien.

Renntag 1, Samstag:

BMW 325 Challenge und MINI Cooper

Lando von Wedel holte sich die Pole Position vor Herbert Leitner, Stefan Rauscher und Herbert Karrer. Das Rennen begann mit einem Traumstart für den jungen Deutschen, der sich sofort leicht absetzen konnte. Dahinter entbrannte ein toller uns spannender Kampf um Platz Zwei. Herbert Karrer und Stefan Rauscher gerieten aneinander und touchierten, Herbert Leitner bezog damit den zweiten Platz ehe sein Motor mit einer weißen Fahne hochging. Karrer beschädigte sich den linken Hinterreifen und fiel nach einigen Runden auch aus. Stefan Rauscher holte sich damit den zweiten Rang vor dem Salzburger Patrick Weiss. Die Cup Wertung sicherte sich Gerhard Weiss vor Tobias Fischer und Walter Braunstein. Sieger der Mini Cooper Cup Wertung wurde Peter Hinderer vor Michael Baltes, beide Mini Cooper JCW R56.

Histo Cup K, STW und Porsche Classic Cup

bedingt durch die relativ geringen Starterzahlen in den einzelnen Kategorien sind die „Historischen“ gemeinsam an den Start gegangen. Die beiden „Silhouette STW V8 Boliden“ von Gerald Grohmann, AC Cobra Daytona und Markus Bereuter, Chevrolet Corvette machten sich den Sieg direkt aus wobei Bereuter eine feines Rennen lieferte und der stärkeren Cobra ordenlich paroli bot. Sieger der Anhang K Wertung wurde der Tscheche David Becvar, Jaugar XJS vor Jaroslav Rejka, ebenfalls Jaguar XJS und Alfred Weissengruber, BMW 635i.  Ein tollen Rennen fuhr der Niederöstereicher Dominik Makolm, der mit seinem Ford Escort RS 2000 mit den Großen mithalten konnte. Das was er auf den Geraden verlor, holte er im Kurvengeschlängel des Infields immer wieder auf. Dies konnte man von der Tribüne aus ganz genau beobachten! Sieger der Porsche Classic Wertung wurde Peter Hollerer, Porsche 924 GTS vor Thomas Brditschka, Porsche 944 und Gerhard Bruckmüller, Porsche 924 die sich über die geasamte Renndistanz einen tollen Kampf lieferten. Die keinen STW Fahrer Thomas Lehner und Karl Holzinger wurden leider arg geplagt von technischen Problemen.

Young Timer und TCO

Die Young Timer gingen gemeinsam mit den Tourign car Open ins Rennen. Die Touriing Car Open gewann der tschechische Gastfahrer Libor Milota, Mercedes SLS vor dem Niederösterreicher Siegfried Kuzdas, BMW Alpina und dem Oberösterreicher Gustav Engljähringer, Porsche 991, der jedoch wegen falscher Reifen aus der Wertung genommen wurde. Dritte eurde deshalb der Schweizer Martin Koch, KTM GT4. Die kleine Kategorie der TCO holte sich Helmut Landherr vor Wolfgang Bauer, beide Renault Clio vor Michael Finster, Ford Escort.Die 2-Liter Turbo Klasse holte sich Mario Huber, Seat vor Heinz Finster, Ford Focus. Christian Schäfer gewann die KTM-X-Bow Wertung vor Daniel Drexel und Denis Liebl.

Die Young Timer gewann Vlasimil Pavlik, Ferrari vor Emilaino Peter, Porsche 997 und Gerhard Flenreis, Porsche 996 und Harals Schmid, Porsche Boxter Coupé. Miroslav Svec gewwann die Klasse YT bis 3600cc. Die Klasse Young Timer bis 1600cc gewann der Slowake Pavol Jajkai vor seinen Landsmännern Ja Filip und Juraj Kornhauser, alle Mazda MX5 Cup.

Formel Historic

Ein bunt gemischte Feld lieferte ein sehr spanendes Rennen. Sieger wurde Michael Theuritzbacher, Opel Lotus vor Walter Vorreiter Ralt Formel Libre und Stefan Eisinger-Sewald, PRC Opel. Di Formel Libre 2 gewann der Salzburger Thomas Matzelberger vor dem Vorarlberger Ingo Strolz, beid Cooper Climax F1. Daniel Hornung gewann die Formel 3 Wertung und Peter Hinderer gewann die Klasse FF1600. Otto Flum holte sich die FF 2000 Wertung. Robert Waschak wurde Sieger der Formel Vau.

Formel Young und Formel Renault 2.0

Die neue Serie der Formel Renault, die mit dem Formel Young (Formel 3) gemeinsam die Rennen bestreiten ist eine sehr erfreuliche Neuerung. Viele Formel Historic Fahrer und einige „Neue“ haben sich für diese neue Serie eingeschrieben. Beim ersten Rennen waren bereits 15 Fahrzeuge am Start.

Nach dem Start kam es in ersten Runde zu einer Kollision  zwischen Philipp Thiel und Roman Hoffmann, Thiel stieg über das Hinterrad von Hoffmann auf und überschlug sich dreimal. Er kam ins Medical Center, wurde durchgecheckt und war am Abend schon wieder im Fahrerlager. Nach der Safetycar Phase wurde das Rennen wieder eröffnet. Benjamin Dam gewann das Rennen vor Alexander Geier und Markus Fischer, der bei seinem ersten Rennen im Formelauto eine tolle Performance zeigte. Einige Fahrer erhielten nach dem Rennen „Zeitersatzstrafen“ (anstatt einer Drive Through Strafe) für Reifenaufwärmen und Zick Zack Fahren nach dem „Grid-Schild“. Darunter auch der zweite Alexander Geier. Zeitersatzstrafen sind Sachrichterentscheidugnen gegen die kein Protest zulässig ist. Somit gewann Benjamin Dam die Periode 2 Fahrzeuge vor Alexander Talkanitsa und Hannes Gsell. Die Periode 1 Renaults 8bis Baujahr 2009) gewann der Niederösterreicher Markus Fischer in seinem ersten Formel Renault Rennen, er sprang für seinen Bruder Michael ein, der am Nürburgring im Einsatz war, vor Michel Große-Aschoff und Lukas Niedertscheider.

Die Qualifyings am zweiten Renntag waren noch teilweise auf nasser Fahrbahn, da es in der Nacht einen Wetterstutz gegeben hat und der relativ starke Wind beinträchtigte zusätzlich die Rennfahrer.

Rennen 2, Sonntag:

BMW 325 Challenge und MINI Cooper Cup

Das Motorsterben bei den BMW Cup Autos ging weiter. Neben Tobias Fischer waren auch die Braunstein Boliden nicht mehr einsatzfähig. Vielleicht doch zu viel Leistung für Cup Autos? Das Rennen der BMW 325 Challenge war wieder sehr spannend. Herbert Karrer konnte sich bald den Polesetter Lando Wedel holen und führte lange Zeit vor dem Deutschen. In der letzten Runde konnte er jedoch dem Druck von Lando von Wedel nicht standhalten, verbremste sich und musste den jungen Deuschen ziehen lassen. Wedel gewinnt vor Karrer und Tobias Weichenberger. Die Cup Wertung holte sich der blendend aufgelegte Christian von Wedel vor Gerhard Weiss und Rupert Weissenlehner. Michael Baltes konnte sich den Sieg bei den MINI Cooper holen vor seinem deutschen Lansmann Peter Hinderer.

Histo Cup K, STW und Porsche Clsssic Cup

Leider währte die Führung von David Becvar, Jaguar XJS nur zwei Runden ehe der Tscheche w.o. geben musste. Sieger wurde sein Landsmann Jaroslav Reijka, Jaguar XJS vor Josef Schößwendter, Porsche 944 Turbo und Dominik Makolm, Ford Escort RS 2000, der abermals eine tolle Performance lieferte. Schnellster STW Pilot war Markus Kalkert vor Thomas Herterich, beide BMW 325i, da die großen STW nicht mehr am Start waren. Peter Hollerer holte sich die Porsche Classic Wertung vor Robert Lackner und Gerhard Bruckmüller.

Young Timer und Touring Car Open

Libor Milota, Mecedes SLS gewann noch einmal vor Sigi Kuzdas, BMW Alpina und Daniel Drexel, KTM-X Bow der ein tolles Rennen fuhr. Arpad Viszokay, BMW M4 holte sich den zweiten Platz der TCO über 3600ccm. Die Kleine Klasse bis 2000cc holte sich wieder Helmut Landherr vor Wolfgang Bauer, biede Renalut Clio und Michael Finster Ford Escort.

Vlastimil Pavlik gewann auch das zweite Rennen der Young Timer, diesmal vor Emiliano Peter, Porsche 997 und Gerhard Flenreis, Porsche 996. Simon Sikhart (SVK) gewann die Klasse bis 1600cc vor Jan Filip und Pavol Jajkay, alle Mazda MX5.

Formel Historic

Stefan Eisinger-Sewald holte sich den Sieg vor Dankeil Hornung, Ralt Formel 3 und Otto Flum, Formel Forde 2000. Norbert Fritz gewann die Formel Libre 1 mit seinem Formel Ford 2000 un Thomas Matzelberger wiederholte seinen Sieg in der Formel Libre 2 vor Ingo Strolz, beide Cooer Climax. Karl Neumayer wurde in der Klasse Formel 3 Zweiter hinter Daniel Hornung und vor Günter Sturm. Norbert Raschhofer wurde zZweiter der Sportwagen. Peter Hinderer gewann die Klasse Formel Ford 1600 und Robert Waschak holte sich die Formel Vau Wertung.

Formel Young und Formel Renault 2.0

Philipp Thiel konnte nicht mehr starten. So blieben die jungen Formel Renault Piloten unter sich. Roman Hoffmann konnte seinen beschädigten Formel Renault über Nacht wieder fit machen hatte aber im Qualifying noch ein Problem mit der Kupplung und musste sich mit Startplatz 7 zufrieden geben. Polsetter war einmal mehr sein Teamkollege Benjamin Dam. Dahinter gleich zwei Renauer-Piloten Talkanitsa und Gsell, sowie der pfeilschnelle Michael Fischer, der somit auch die Pole Position in der Tophy markierte. Dahinter Geier, Friedl und Hoffmann. Die Überraschung des Tages gelang dem jüngsten Piloten im Feld, Alexander Geier holt den Sieg vor Roman Hoffmann und Martin Friedl! Benjamin Dam und Alexander Talkanitsa kollidierten und rissen auch Michael Fischer ins aus. Sieger der älteren Periode 1 Fahrzeuge wurde Michael Große-Aschoff vor Alexander Fritz und Leopold Matouschek. Talkanitsa (pushing another car) und Gsell (tyre warming after grid shield) bekamen Zeitersatzstrafen.

Classica Trophy

Die Salzburger Routiniers haben auch am Slovakiaring voll zugeschlagen. Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner gewannen  alle drei Wertungsläufe souverän vor dem Team Frank / Schärf und Gerhard Knecht. Die Solowertung holte sich Peter Jaitner vor Briggitte Jaitner und Manfred Schiedauf.

 

Summa Summarum war es ein sehr gelungenes und actionreiches Rennwochenende am Slovakiaring der für das abgesagte Rennen in Brünn bravurös eingesprungen ist. Vielen Dank an die Geschäftsführung des Slovakiaringes für das tolle engagement. Vielen Dank auch an die Sportkommissare und Techniker, tolle Arbeit. Wir hatten alle ein schönes Rennwochenende!

Wir freuen uns sehr auf ein Wiedersehen auf der Rennstrecke am Salzburgring und verbleiben bis dahin wie immer mit dem Gruß

„auf die Historischen“

Familie Steffny