Bericht 17. Mozartpreis Salzburgring 25.-26. Juli 2020

Die Covid bedingten Auflagen waren enorm, aber die Freude, dass wir wieder unseren geliebten Motorsport ausüben können, hat alles überwiegt. Rund 200 Teams sind nach Salzburg zum 17. Mozartpreis gekommen und ein wirklich kräftiges Lebenzeichen des österreichischen Motorsports gegeben.

Am Freitag wurde kräftig getestet und probiert, der Rost von den Bremsen gefahren und man konnte den einen oder anderen auch neben der Rennstrecke entdecken, wenn die Fahrbahn ausgegangen ist.

Im Fahrerlager waren die Teilnehmer und die zugelassenen Begleitpersonen sehr diszipliniert, die Sicherheitsabstände waren ausreichend nur die Fans haben uns gefehlt!

Samstagvormittag fanden die ersten Qualifyings statt und ab 11.30 Uhr ging es mit den Rennläufen los.

BMW 325 Challenge, Rennen 1

Mit großer Spannung wurde das erste Rennen der BMW Challenge erwartet. Polesetter Herbert Karrer bekam es sofort mit Herbert Leitner, Stefan Rauscher und Patrick Weiss zu tun. Dieser 4-er D-Zug konnte sich ein wenig vom Feld absetzen. Die Führung wechselte mehrmals, der Windschatten wurde optimal genutzt und letztlich konnte Stefan Rauscher in der vorletzten Runde seine Chance nutzen und ging in Führung. Er siegte vor Herbert Leitner und Herbert Karrer. Patrick Weiss kam mit hauchdünnem Rückstand auf Platz 4 in Ziel.

Gerhard Weiss gewann die E 30 Cup Wertung vor Oliver Parg und Walter Braunstein. Den Mini Cooper Cup holte sich Max Karlinger vor Philipp Kluckner und Victor Bacher.

Historische Rennfahrzeuge bis 3000cc

Ein großes Feld setzte sich pünktlich hinter dem KIA Safety Car in Bewegung. Der STW Pilot Wolfgang Kaupp gewann mit seinem Opel Kadett GTE das Rennen vor dem Vorarlberger Hebert Möglin, BMW 320 und Josef Schiedlbauer, Porsche 911RS. Das Rennen war sehr spannend, es gab einige heiße Duelle um die Positionen. Leider fiel der Salzburger Paul Koppenwallner mit seinem Chevron B16, in Führung liegend, aus.

Die Klasse Anhang K bis 2000cc gewann Herbert Möglin vor Michael Putz und Michael Putz, alle BMW. Die Klasse bis 2500cc holte sich Ingo Vieser, BMW 323i. Alfred Piesinger gewann die Klasse STW bis 1600cc vor Thomas Eismann, VW Golf GTI.

Porsche Classic Cup bis 3000cc

Die Porsche bis 2500cc gewann Gerhard Bruckmüller, Porsche 924 vor dem Italiener Alberto Mondinelli, Porsche 944. Die Klasse bis 3000cc holte sich Josef Schiedlbauer vor Alexander Menhofer, beide Porsche 911RS und Johannes Bauer, Porsche 914-6.

Historische Fahrzeuge über 3000cc

Ein tolles Rennen fuhr der Reichenhaller Markus Bereuter der das Rennen nach hartem Kampf vor Max Key, beide Chevrolet gewann. Dritter wurde der Schweizer Roger Bolliger, Pontiac Trans AM.

Die Klasse STW bis 3600cc holte sich der Tiroler Christian Schneider, Alfa Romeo GTV-6 vor Klaus Holzinger, BMW 325i 3.0.

Sieger der Anhang K über 3600cc wurde der Tscheche Jaroslav Rejka, Jaguar vor Amanda Hennessy, Chevrolet Corvette und David Becvar, Jaguar. Die Klasse K bis 3600cc gewann Alfred Weissengruber, BMW 635i.

Porsche Classic Cup über 3000

Sieger der Kategorie über 3000cc wurde der Steirer Toni Zisser vor Thomas Schößwendter, beide Porsche 944 Turbo. Die Young Timer gewann Max Detterbeck vor Manfred Niederhof, beide Porsche 911RSR und Berti Schuster, Porsche 964RS. Wolfgang Belasta holte sich die Klasse der Young Timer über 3600cc.

Young Timer

Markus Fischer, der jüngere der Fischer Brüder, ließ nichts anbrennen und überholte bald den Führenden Herwig Duller, beide BMW E46 M3 und gewann das Rennen vor Duller und Christoph Gürtler, BMW E30 V8.

Die Young Timer bis 2000cc gewann der Ungar Arpad Viszokay, BMW 320 vor Manuel Reitberger, Ford Focus und Dominik Klima Honda Integra. Die Klasse der YT bis 2500 gewann Markus Landlinger vor Bianca Kalkert und Marco Stezelow, alle BMW 325i. Mario Traxler gewann die Klasse über 2500cc vor Enzo Coppola beide Audi und Alexander Thrun, Seat Leon. Gesamtsieger Markus Fischer gewann auch die Klasse bis 3600cc vor Herwig Duller und Gerald Fischer, BMW M3 E30-6.

Die große Klasse der Young Timer über 3600cc holte sich Christoph Gürtler vor dem Tschechen Vlastimil Pavlik, Ferrari 430 und Anton Bruckner, Marcos Mantis.

Formel Historic

Philipp Thiel holte sich den Sieg nach anfänglichen Schwierigkeiten und Kampf mit Wolfgang Dietmann, beide Dallara Formel 3. Gesamtdritter wurde der Niederösterreicher Stefan Eisinger-Sewald, PRC. Ulrich Grassl, Martini Formel 3 wurde in der Klasse Formel Young Dritter hinter Gesamtsieger Thiel und Dietmann.

Die Klasse FF 1600 gewann Peter Hinderer, Lotus vor Marus Erlachner und Franz Renner, beide van Diemen. Die Klasse FF2000 gewann Alexander Fritz vor Otto Flum, beide Reynard. Norbert Fritz holte sich die Klasse Formel Libre vor Karin Renner. Die Sports2000 gewann Markus Deutsch. Stefan Eisinger-Sewald, PRC holte sich die Klasse Sportwagen vor Franz Altmann, Saker. Michael Theuritzbacher sicherte sich die Formel Opel Lotus. Evita Stadler feierte einen Sieg in der Klasse Formel Renault vor Christian Windischberger.

Ravenol 1-H Endurance Race

25 Teams nahmen am 1 Stunden Endurance Race teil. Anfangs war alles in geordneten Bahnen. In der Zeit der Boxenstopps kam es dann auf der Start-Zielgeraden zu einem folgenschweren Zwischenfall. Josef Meyer wollte in die Box zum Fahrerwechsel einbiegen und der unmittelbar dahinterfahrende Manuel Süßenguth, beide Porsche 991 konnte nicht mehr ausweichen. Es kam zur Kollision und Süßenguths Porsche bog in die Leitplanken ab. Rennabbruch und Neustart waren die Folge. Sieger wurden das Team Pluscity Linz, Ernst Kirchmayr/Philipp Baron, Ferrari 488 vor Koglbauer Motorsport, John Ford/Dieter Svepes und Team Trencar, Bob Bau, KTM X-Bow.

Ein sensationelles Rennen fuhren Gustav Engljähringer, Porsche 991 und Stefan Fuhrmann, BMW V8 Star, die Gesamtvierte wurden. Engljähringer, der schnellste Rollstuhlrennfahrer Österreichs findet sich auch mit dem Porsche 991 sehr gut zurecht!

Am Sonntag setzte dann am späteren Vormittag ein Regen ein, dass zu einer operativen Hektik im Fahrerlager führte. Trotzdem konnten die Qualifyings alle pünktlich abgehalten werden und nach der Mittagspause konnten die Rennen durchgeführt werden.

Formel Historic, Rennen 2:

Die Formelfahrzeuge hatten wieder einmal ein Regenrennen zu absolvieren. Philipp Thiel, Dallara übernahm von der Pole aus die Führung und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Eine tolle Leistung bot Stefan Eisinger-Sewald mit dem PRS-Opel auf Platz zwei, gefolgt von Ulrich Grassl, Martini F3.

Die Formel Ford 1600 holte sich Michael Meier vor Peter Hinderer und Franz Renner. Sieger der Formel Libre wurde Norbert Fritz, Reynard Ford. Eisinger-Sewald gewann die Klasse Sportwagen vor Franz Altmann. Evita Stadler holte sich die Klasse der Formel Renault.

Historische Rennfahrzeuge bis 3000cc, Rennen 2

Wolfgang Kaupp übernahm sofort die Führung ehe das Feld vom Safety Car eingebremst wurde, weil Thomas Eismann mit seinem VW Golf in der Fahrerlagerkurve unglücklich zum Stillstand gekommen war. Beim Restart konnte Sebastian Koppenwallner aufholen auf Kaupp und begann gleich mit den ersten Attacken auf den Deutschen. Auf auftrocknender Strecke musste Kaupp die feuchten Stellen suchen und Koppenwallner konnte mit seinen Racing Reifen leicht vorbeiziehen. Koppenwallner gewinnt das Rennen vor Kaupp und Ingo Vieser, BMW 323i.

BMW 325 Challenge, Rennen 2

Reifenpoker bei der BMW Challenge. Die auftrocknende Piste sollte den mit slickbereiften Piloten später in die Karten spielen. Polesetter Herbert Karrer versemmelt mit Slickreifen den Start. Herbert Leitner und Stefan Rauscher nutzten das und setzten sich in Führung. Die beiden lieferten sich ein packendes Match um die Führung. Herbert Karrer kämpfte sich wieder an das Duo heran und fightete mit den beiden Führenden. Karrer übernahm letztlich auf zunehmen trockener Piste die Führung. Leitner hat mit den Regenreifen verwachst und fiel zurück. Karrer setzte sich weiter ab. Der junge Sebastian Spiegelberger, ebenfalls auf Slicks, konnte sich toll vorkämpfen und setzte sich auf die zweite Stelle. Patrick Weiss holte sich den dritten Platz vor Herbert Leitner.

Die E 30 Wertung sicherte sich Gerhard Weiss vor Rupert W. und Franz Josef Stopper. Walter Braunstein wurde nach der technischen Nachkontrolle disqualifiziert, bzw. er hat das Auto zurückgezogen (zu viel Hubraum).

Sieger des Mini Cooper Cups wurde der Tiroler Routinier Philipp Kluckner vor Michael Baltes und Max Karlinger.

Young Timer und TCO, Rennen 2

An der Spitze entbrannte anfangs ein toller Dreikampf zwischen Sigi Kuzdas, BMW Alpina, Michael Fischer, BMW M3 E46 und dem Schweizer Martin Koch, KTM GT4 ehe sich Kuzdas absetzen konnte. Stephan Jocher konnte sich mit seinem Porsche 991 an die vierte Stelle setzen. Dann kamen Jocher und Toni Stoiber, beide Porsche auf und überholten den Schweizer KTM Fahrer und auch Michael Fischer. Kuzdas gewinnt vor Jocher und Stoiber, alle aus der TCO Kategorie. Schnellster Young Timer  war Michael Fischer vor Herwig Duller, beide BMW M3 E46

Sieger der Young Timer bis 2000cc sicherte sich Philipp Mattersdorfer, Opel Astra OPC vor dem Ungarn Arpad Viszokay, BMW 320 und Manuel Reitberger, Ford Focus. Die Klasse bis 2500cc gewann Markus Landlinger vor Marco Stezelow und Markus Kalkert.

Historische Fahrzeuge über 3000cc, Rennen 2

Markus Bereuter konnte sich mit seinem bärenstarken Chevrolet Corvette wieder in Führung setzen, diesmal vor Roger Bolliger, Pontiac Trans AM und Markus Key, Chevrolet late Model. Gegen Ende des Rennens konnte sich letztlich Roger Bolliger durchsetzen und das Rennen vor Bereuter und Key gewinnen. Ein toller Sieg für den Schweizer, der hier vor einem Jahr viel Pech hatte.

Klaus Holzinger, BMW gewann die Klasse STW bis 3600 vor Christian Schneider, Alfa Romeo, der leider in der zweiten Rennhälfte technische Probleme bekam.

Schnellster Anhang K Pilot war der Tscheche Jaroslav Rejka vor David Becvar, beide Jaguar XJS und Amanda Hennessy, Chevrolet Corvette. Alfred Weissengruber holte sich die Klasse K bis 3600ccm.

Porsche Classic Cup über 3000cc, Rennen 2

Max Detterbeck, Porsche 911RSR wurde schnellster Porschefahrer vor Toni Zisser und Josef Schößwendter, beide Porsche 944 Turbo.

Classica Trophy

30 Fahrer waren bei der Classica Trophy aktiv! Sensationell konnten die Youngsters Christoph Behensky / Lisa Hell die Teamwertung mit dem Fiat 124 vor den Favoriten Herbert Margreiter/Konnie Aistleitner, Elva Courier gewinnen. Dritte wurden die Steirer Wilfried Lind/Karl Planitzer.

Sieger der Solowertung wurde Niki Horvath, Porsche 911 vor Peter Mayer, Volvo 142 GT und Andreas Stadler, Peugeot 205.

Besonders zu bemerken ist, dass nach den heftigen Diskussionen in Ungarn die Fahrdisziplin und die Rücksichtnahme auf die anderen Piloten wieder auf einem guten Niveau war.

Mit dem letzten Lauf zur Classica Trophy wurde das erste Rennwochenende der Saison 2020 in Österreich sehr erfolgreich beendet.

Der Nächste Start ist am Slovakiaring von 14. bis 16. August 2020 mit dem „Nightrace Slovakia“