Rund 110 Fahrer und Teams sind zum vierten Rennen des Histo Cups nach Ungarn gekommen. Die Wetterbedingungen waren optimal, sommerlich warm, aber nicht zu heiß. Nach dem Testtag am Freitag fanden am Samstag die ersten Qualifyings statt und nach Mittag die ersten Rennen.
Unter der Rennleitung von Eva Gruber, die AMF-Vorsitzende der Rundstreckenkommission und Renndirektor Rainer Werner eröffneten die Austrian GT Fahrer das Renngeschehen.
Austrian GT – Dieter Svepes dominiert
Das erste Rennen begann mit einem feinen Start-Ziel-Sieg von dem Niederösterreicher Dieter Svepes, der mit dem Ebcont Porsche 992 einen sicheren Sieg landete. Zweiter wurde der Deutsche Stefan Ertl vor dem Niederösterreicher Franz Lahmer, beide ebenfalls Porsche 993 GT3. Die Division K2 der 991.1 und 997.2 Porschepiloten gewann Rehan Khan, Porsche 991 vor Herbert Karrer, Porsche 997 und Alexander Vogt, Porsche 991. Die Division K1 der frühen 997 Porsches gewann Rupert Weissenlehner vor Klaus Schneeberger. Die GT 4 Wertung holte sich der Kroate Franjo Kovac, Mercedes AMG GT4 vor Reinhardt Gfatterhofer, Audi R8 GT4.

Das zweite Rennen am Sonntag wurde pünktlich um 13.00 Uhr gestartet. Polesetter Dieter Svepes landete einen feinen Start-Ziel-Sieg mit dem Ebcont Porsche 992. Zweiter wurde der Deutsche Stefan Ertl vor Oliver Michael, beide Porsche 992 GT3. Die Division 997/991 gewann Herbert Karrer vor Rehan Khan und Alexander Vogt. Rupert Weissenlehner gewann die Division der älteren 997 GT3 vor Klaus Schneeberger. Die GT4 Wertung holte sich Franjo Kovac mit seinem Mercedes AMG vor Reinhardt Gfatterhofer, Audi R8.

Formel Young
Der Niederösterreicher Nikolay Takev holte sich mit seinem Dallara F3 den Gesamtsieg vor seinem Landsmann Dominic Makolm, Formel Renault 2.0, der damit auch die Periode 2 der Formel Renault gewann, gefolgt von Michael Fischer und dem Ungarn Mate Kocsis, Tatuus F4. Dritter der Formel Renault 2.0 Periode 2 Wertung wurde Alexander Fritz. Sieger der älteren Formel Renault 2.0 Periode 1 wurde der Burgenländer Alfred Buschek vor der jungen Salzburgerin Lea Kritzinger und Friedrich Luhn. Die Klasse der Formel Renault Open holte sich der Oberösterreicher Norbert Lenzenweger vor seinem Landsmann Marco Milani.

Das zweite Rennen der Formel Young gewann noch einmal der Niederösterreicher Nikolai Takev mit seinem Dallara F3 vor dem schnellsten Formel Renault 2.0 Fahrer Alexander Fritz, der damit auch die Periode 2 Formel Renault gewann. Zweiter der Formel Renault Periode 2 wurde michael Fischer vor Dominik Makolm. Sieger der älteren Formel Renault, Periode 1 wurde der Burgenländer Alfred Buschek vor der jungen Salzburgerin Lea Kritzinger und dem Steirer Friedrich Luhn. Marco Milani gewann die Formel Renault open vor Norbert Lenzenweger.
Nikolai Takev startete nicht mehr zum dritten Rennen, somit gewann Dominic Makolm vor Michael Fischer und Alexander Fritz, alle Formel Renault 2.0 Periode 2. In der Periode 1 gewann, gab es einem packenden Zweikampf zwischen Alfred Buschek und der 17-jährigen Lea Kritzinger, die sich vorerst durchsetzen konnte und dann leider mit einem technischen Gebrechen für die rote Flagge, also Rennabbruch und Ende des Rennens, sorgte. Alfred Buschek gewann somit die Formel Renault Periode 1 vor Friedrich Luhn und Lea Kritzinger. Norbert Lenzenwager wurde mit seinem Formel Renault open Gesamtdritter und somit auch Sieger der Open Klasse vor Marco Milani.

Tourenwagen bis 2500ccm
Erstmals seit Jahren haben die Organisatoren wieder zu einem für Zuschauer sehr interessanten Format gegriffen und legten die historischen Tourenwagen und die Young Timer zusammen. Natürlich in den jeweils getrennten Wertungen der einzelnen Klassen und Perioden.

Der Polesetter Dominik Klima rollte mit seinem Honda Integra in Führung liegend in der sechsten Runde leider aus. Sieger des ersten Rennens wurde der Niederösterreicher Toni Zisser, Porsche 944 gefolgt von Michael März, BMW 2002 und dem Osttiroler Martin Niedertscheider, Peugeot 208.
Dritter der historischen Wertung wurde hinter Zisser und März der Burgenländer Markus Mair, Alfa Romeo 1750 GTV. Sieger der Young Timer wurde der Oberösterreicher Bernhard Penc, BMW 323TI vor dem Ungarn Laszlo Laczko, Renault Clio und dem Kroaten Edo Kopse, Peugeot 206.

Sieger des Mazda MX 5 Cups wurde der Slowake Viliam Musitz vor Drahomir Osvald und Peter Nemsila, alle Mazda MX 5.

Das zweite Rennen gewann der Niederösterreicher Dominik Klima, Honda Integra vor Toni Zisser Porsche 944 und Michael März, BMW 2002. Das Rennen musste am Ende noch mit der roten Flagge abgebrochen und beendet werden, weil zwei Autos kollidiert sind und abtransportiert werden mussten. Thomas Kaiser gewann die Klasse K bis 1300ccm mit dem Mini Cooper S. Wolfgang Kriegl holte sich die Klasse STW bis 2000ccm mit seinem Alfa 75 vor Markus Eder, Alfa Romeo Giulia und Peter Pöschl, Ford Escort.
Die Mazda MX5 Wertung sicherte sich Drahomir Osvald vor Viliam Musitz und Peter Nemsila, alle Mazda MX5.

Tourenwagen über 2500ccm
Das erste Rennen der historischen Tourenwagen, Young Timer und TCO gewann Günther Wiesmeier vom Team Wimmerwerk mit seinem TCO Cupra TCR vor dem schnellsten Young Timer Norbert Greger, Porsche 997 und dem Deutschen Andreas Rehwald, BMW E36 M3. Dritte der Young Timer wurde der Deutsche Boris Hartl, Porsche 997. Hinter dem TCO-Sieger Wiesmeier platzierten sich Andreas Schänzer, TCR VW Golf und Gregor Schneider, BMW M2.


Sieger der großen Historischen wurde der Tscheche David Becvar, Ford Sierra Cosworth vor Michael Kadletz, Chevrolet Corvette und Roger Bolliger, Pontiac Trans AM. Leider gab es bei den Historischen einige Ausfälle zu verzeichnen, Michael DRS und Marcus Bereuter sahen mit ihren Chevrolet Corvettes keine Zielflagge.

Der Oberösterreicher Günther Wiesmeier gewann mit seinem TCR Cupra das Rennen vor Norbert Greger, Porsche 997 und Andreas Rehwald, BMW M3 E36. Boris Hartl belegte dahinter den dritten Platz bei den Young Timern. Bei den Historischen konnte Marcus Bereuter lange mit der Spitze mithalten, doch dann drehte er sich in der Hotelkurve in das Kiesbett. Somit war das Rennen für ihn beendet. Sieger der Historischen wurde wieder der Tscheche David Becvar, Ford Sierra Cosworth vor Michael Drs und Michael Kadletz, beide Chevrolet Corvette. Zweiter der TCO-Wertung wurde hinter dem Sieger Wiesmeier der Deutsche Andreas Schänzer, VW Golf TCR.

Formel Historic
Der Tiroler Josef Neuhauser ließ mit seinem Dallara F3 keine Zweifel, wer der Favorit war. Er gewann das Rennen vor dem Niederösterreicher Peter Peckary und Thilo Krichbaum, beide ebenfalls Dallara Formel 3. Dies sind zugleich die Sieger der Division 4.
Die Formel Division 2 gewann der Salzburger Robert Waschak, Swift Renault vor Evita Stadler, Formel Renault und Franz Altmann, Swift Renault. Die Division 1 gewann Franz Zehetner, Formel Ford und die Division 5 gewann Günter Ledl, Dallara F3.

Der Tiroler Josef Neuhauser gewann auch das zweite Rennen vor Peter Peckary und dem Burgenländer Roman Pöllinger, alle Dallara F3. Die Division 1 holte sich der Formel Ford Fahrer Franz Zierhofer. Sieger der Division 2 wurde Franz Altmann vor Evita Stadler und Robert Waschak, alle Formel Renault.

BMW 325 Challenge

Mit Spannung wurde das Rennen der Challenger erwartet. Polesetter Alexis Graf von Wedel setzte sich in Führung, stark unter Druck von Gerhard und Patrick Weiss. Dieser machte in der dritten Runde einen kleinen Fehler und viel hinter Dominik Ségur-Cabanac und Christopher Behensky zurück. Wedel gewann schließlich sicher vor Patrick und Gerhard Weiss, gefolgt von Ségur und Behensky. Die Silver Cup Wertung gewann Gerhard Weiss vor Harry Schneller und Erich Klima. Die STW-Wertung sah bis eine Runde vor Schluss einen sicheren Sieger mit Simon Kölbl, dieser rollte jedoch ganz langsam über die Ziellinie und konnte so noch von Oliver Parg überholt werden. Parg siegte vor Simon Kölbl und Steffi Klapfenböck.

Im Qualifying zum zweiten Rennen gingen die jungen Fahrer Christopher Behensky und Dominik Ségur-Cabanac auf Tuchfühlung mit dem Polesetter Alexis von Wedel und Patrick Weiss. Das zweite Rennen gewann aber dann wieder Alexis von Wedel vor Patrick Weiss und Gerhard Weiss. Vierter wurde Dominik Ségur vor Christopher Behensky, der in der letzten Kurve noch fast einen Abflug riskierte, aber bravourös korrigierte. Den Silver Cup gewann Gerhard Weiss vor Harald Schneller und Christian Kuppelwieser. Die STW-Wertung war eine klare Sache für Simon Kölbl vor Oliver Parg und Karl Kölbl.
Ravenol Endurance Race

Das Ravenol Endurance Rennen gewannen die Deutschen Stefan und Lukas Ertl mit 6 Sekunden Vorsprung auf das -Ebcont Team Herbert Karrer und Dieter Svepes und dem Niederösterreicher Bob Bau, alle Porsche GT3. Die TCO-Klassen gewannen das Team Wimmerwerk Günther Wiesmeier und Max Wimmer, Seat Cupra. Schnellstes Young Timer Team wurden Norbert Greger und Klaus Schneeberger, Porsche 997 GT3.

Classica Trophy

Nach drei Läufen standen auch die Sieger der Classica Trophy fest. Die Solowertung gewann der Niederösterreicher Martin Tischler, Renault Megane vor Manfred Übertsroider, BMW 2002 und Herbert Zedka, VW Scirocco. Die Teamwertung holten sich die Gesamtführenden Salzburger Herbert Margreiter / Konnie Aistleitner, Alfa Romeo Spider vor den Tiroler BMW-Team Stefanie Huber / Alois Hechenleitner, BMW 325i E36. Die Digitalwertung gewannen das Team Stefan und Werner Riedler vor Niki Horwath, alle Porsche 911.

Rennleiterin Eva Gruber und Race Director Rainer Werner beendeten das Rennwochenende pünktlich um 16.30 Uhr. Das nächste Rennen findet von 7. bis 9. August 2026 am Slovakiaring statt.
Fotos zum Event findet ihr hier: https://histocup.pixieset.com/histocuppannoniaring2026/



