19.–21. Juni 2026
Das erste Sommerrennwochenende des Histo Cup auf dem Autodrom Grobnik bei Rijeka stand ganz im Zeichen von Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Von der sonst oft spürbaren Bora war diesmal nichts zu merken. Rund 160 Teilnehmer gingen beim dritten Saisonlauf des Histo Cup an den Start.

Bereits die Anreise stellte einige Teams vor Herausforderungen. Ein Lkw-Unfall in der Steiermark führte zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und Staus von bis zu vier Stunden. Im Fahrerlager war die Anstrengung jedoch schnell vergessen. Rennsportbegeisterung und Urlaubsstimmung prägten das Wochenende gleichermaßen. Besonders die lauen Sommernächte sorgten für zahlreiche gesellige Stunden und intensive Gespräche unter Fahrern, Teams und Betreuern.
Der Freitag stand ganz im Zeichen ausgiebiger Testfahrten. Am Samstag wurden zunächst die Qualifyings absolviert, bevor am Nachmittag die ersten Rennen gestartet wurden. Der Sonntag folgte dem gleichen Ablauf und bot den Zuschauern erneut spannenden Motorsport in allen Klassen.
BMW 325 Challenge
In Abwesenheit der Wedel-Brüder und der Familie Fuhrmann galten Gerhard und Patrick Weiss als Favoriten. Das erste Rennen gewann jedoch Gaststarter Tobias Fischer vor Gerhard und Patrick Weiss. Dahinter folgten Dominik Ségur-Cabanac und Christopher Behensky. Damit sicherte sich Patrick Weiss den Sieg in der Challenge-Wertung vor Ségur-Cabanac und Behensky. Die Silver-Cup-Wertung gewann Gerhard Weiss vor Walter Braunstein und Alfred Piesinger. In der STW-Kategorie setzte sich Christoph Schmitzberger vor Markus Weiss und Oliver Parg durch.

Vor dem zweiten Rennen sorgte Tobias Fischer für Diskussionen. Die technischen Kommissare wollten aufgrund seiner Performance den Motor verplomben. Das Angebot, stattdessen in der STW-Wertung zu starten, lehnte Fischer ab und verzichtete auf einen weiteren Start.

Den zweiten Lauf gewann Gerhard Weiss vor seinem Sohn Patrick. Im Kampf um Rang drei setzte sich Dominik Ségur-Cabanac nach einem packenden Duell gegen Christopher Behensky durch. Gerhard Weiss gewann erneut den Silver Cup vor Alfred Piesinger und Harald Schneller. Die STW-Wertung entschied Oliver Parg vor Markus Weiss für sich.


Mini Cooper Cup
Der Deutsche Thomas Eismann gewann das erste Rennen der Mini-Cooper-Piloten vor Matthias Rainer-Pranter und David Baltes. Elias Erbschwendtner komplettierte das Podium der R56-Wertung.

Auch im zweiten Rennen behielt Eismann die Oberhand. Die stark besetzte Klasse der R56-Modelle gewann diesmal Elias Erbschwendtner vor Matthias Rainer-Pranter und Benedikt Weber.

Historische Tourenwagen, Anhang K, STW und Porsche Cup
Walter Hoffmann ließ sich von Problemen im Training nicht beeindrucken und gewann das erste Rennen mit seinem McLaren. Platz zwei ging an Porsche-Pilot Sascha Mitic, Dritter wurde der Schweizer Beat Gubler im Dodge Challenger.

Schnellster Fahrer der Anhang-K-Wertung war David Becvar im Ford Sierra Cosworth als Gesamtvierter vor Michael Steffny und Werner Federer. Im Porsche Cup belegten hinter Sieger Mitic Sigi Stieger und Dieter Gerstl, beide Porsche 944 Turbo die weiteren Podiumsplätze.

Die Klasse K bis 2.000 ccm gewann Michael März vor Nico Schuch und Michael Baltes. Wolfgang Kriegl setzte sich in der STW-Klasse bis 2 Liter gegen Markus Eder durch. Die STW-Klasse bis 3.000 ccm ging an Markus Kalkert vor Klaus Holzinger und Daniel Braunstein.

Auch im zweiten Rennen war Walter Hoffmann nicht zu schlagen. Hinter dem McLaren-Piloten belegten Sascha Mitic und Beat Gubler erneut die Plätze zwei und drei. Dahinter folgten David Becvar, Michael Steffny und Markus Kalkert.
Young Timer
Das stark besetzte Young-Timer-Feld wurde im ersten Rennen von Thomas Weberhofer und seinem V8-Star Opel Omega dominiert. Norbert Greger fuhr im Porsche 997 GT3 auf Rang zwei vor Andreas Rehwald im BMW M3 E36, der gleichzeitig seinen 100. Klassensieg feiern konnte.

Boris Hartl und Andreas Schänzer komplettierten die Top Fünf. Schänzer gewann zugleich die TCR-Wertung. Dominik Klima entschied als Gesamtsechster die Klasse bis 2.500 ccm für sich. Die stark umkämpfte 2-Liter-Klasse gewann Thomas Lehner vor Stefano Brunelli, beide Alfa 147 und Edo Kopse, Peugeot 206.

In der Mazda-MX5-Klasse setzte sich Peter Nemsila vor Viliam Musitz und Dominik Hameder durch.

Auch im zweiten Rennen blieb Weberhofer siegreich. Hinter ihm klassierten sich Norbert Greger und Boris Hartl. Andreas Rehwald, Lehel Laczko und Wolfgang Bensch komplettierten die Spitzengruppe.

In der Mazda-MX5-Wertung gewann erneut Peter Nemsila nach spannendem Kampf vor Viliam Musitz und György Makai.
Austrian GT
Das traditionell stark besetzte Feld der Austrian GT sorgte erneut für spektakulären Motorsport. Den ersten Lauf gewann Stefan Ertl im Porsche 992 GT3 vor Manuel Süßenguth und Dominik Haselsteiner.

Michael Oliver, Johann Christopher Gantner und Herbert Karrer komplettierten die ersten sechs Positionen. Die GT4-Wertung gewann Reinhardt Gfatterhofer im Audi R8. Klaus Schneeberger siegte bei den frühen 997er-Modellen. Herbert Karrer gewann die Klasse 997.2/991.1 vor Rehan Khan und Gerald Hofer.
Nach einem technischen Defekt im Endurance-Rennen musste Manuel Süßenguth auf den zweiten Sprintlauf verzichten. Stefan Ertl feierte daraufhin seinen zweiten Sieg des Wochenendes vor Dominik Haselsteiner und Michael Oliver.

Herbert Karrer gewann erneut die Klasse 997.2/991.1 vor Rehan Khan und Gerald Hofer. Weniger Glück hatte Klaus Schneeberger, der nach einer Berührung mit der Leitplanke vorzeitig ausschied. Die GT-Open-Wertung sicherte sich Rein Sampl im KTM GTX.
Formel Historic
Josef Neuhauser dominierte das erste Rennen der Formel Historic nach Belieben. Hinter ihm lieferten sich Thilo Krichbaum, Roman Pöllinger und Peter Peckary spannende Positionskämpfe.
Während Krichbaum und Pöllinger durch Fahrfehler zurückfielen, sicherte sich Peter Peckary Rang zwei vor Roman Pöllinger und Karl Neumayer. Benedikt Weber gewann die Division 1, Markus Deutsch die Division 2, Georg Panzenböck die Division 3 und Günter Ledl die Division 5.

Auch im zweiten Rennen führte kein Weg an Neuhauser vorbei. Peter Peckary und Roman Pöllinger komplettierten das Podium. Thilo Krichbaum wurde Gesamtvierter. Die Division 5 ging an Norbert Raschhofer vor Günter Ledl.
Formel Young
Michael Fischer gewann das erste Rennen vor Dominic Makolm und Christopher Oslanec. In der Wertung der älteren Formel-Renault-2.0-Fahrzeuge setzte sich Nicola Bedin vor Leopold Matouschek und Roman Pöllinger durch.

Auch im zweiten Rennen blieb Fischer ungeschlagen. Hinter ihm belegten Makolm und der Schweizer Michael Küffer die weiteren Podestplätze. Die Periode-1-Wertung gewann erneut Nicola Bedin vor Leopold Matouschek und Christoph Titz.

Das dritte Rennen brachte dasselbe Ergebnis an der Spitze wie der Auftaktlauf: Michael Fischer siegte vor Dominic Makolm und Christopher Oslanec. Nicola Bedin blieb auch in der Periode-1-Wertung ungeschlagen und gewann vor Leopold Matouschek und Alfred Buschek.
RAVENOL 1-H Endurance Race
Die hohen Temperaturen machten sich auch beim einstündigen Endurance-Rennen bemerkbar. Lediglich 15 Teams nahmen die Distanz in Angriff.
Den Gesamtsieg sicherte sich das Ebcont-Team Rupert Weissenlehner/Herbert Karrer vor Sven Pott/Michael Ortmann sowie Stefan und Lukas Ertl. Sämtliche Podiumsplätze gingen an Porsche GT3.

In der Division 997/991 komplettierten Gerald Hofer und Enno Uphoff das Podium. Die TCO-Wertung gewann Thomas Eismann im Mini Cooper. Die GT4-Klasse ging an Karl Liebenwein/Reinhardt Gfatterhofer, die Young-Timer-Wertung über 3.000 ccm an Karl Hes und Stefan Langthaler.

Classica Trophy
Die erneut stark besetzte Classica Trophy absolvierte drei Wertungsläufe in unterschiedlichen Kategorien.
Bei den Solofahrern setzte sich Franz Wetzelmaier im BMW 535i vor Martin Tischler und Herbert Braunstein durch. Die Teamwertung gewannen Herbert Margreiter und Konnie Aistleitner im Alfa Romeo Spider vor Stefanie Huber/Alois Hechenleitner sowie Florian Rudolph und Afsaneh Shari.
In der digitalen Wertung siegten Stefan und Werner Riedler im Porsche 911 vor Denis Ederer und Gerhard Braunegger.
Pünktlich um 16:10 Uhr beendete Rennleiter Rainer Werner ein rundum gelungenes Histo-Cup-Wochenende auf dem Autodrom Grobnik. Bei perfekten Wetterbedingungen, spannenden Rennen und einer hervorragenden Atmosphäre präsentierte sich der Histo Cup einmal mehr von seiner besten Seite.
Die nächste Station der Saison führt die Teilnehmer vom 10. bis 12. Juli 2026 auf den Pannonia Ring in Ungarn.
Histo Cup Presse
21. Juni 2026













































































































